Im Jahr 2022 fast 1.200 Feuerwehreinsätze im Landkreis Greiz / Zahlreihe Fehlalarme

Im Jahr 2022 mussten die Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises Greiz zu insgesamt 208 Brandeinsätzen ausrücken. Darüber informiert die Pressestelle der Kreisverwaltung in ihrer Jahrespresseinformation. Zu Hilfeleistungseinsätzen wurden die Freiwilligen Feuerwehren 975 Mal gerufen. Dabei konnten die Einsatzkräfte 167 verletzte Menschen bergen. 20 Personen konnten nur noch tot geborgen werden. Rund 180 Fehlmeldungen gingen bei den Einsatzleitungen ein, Nachfolgend eine detaillierte Übersicht:

Brandeinsätze der Freiwilligen Feuerwehren
Einsätze gesamt: 208
Fehlalarmierungen: 138, davon blinde Alarme: 45
böswilliger Alarm: 3
Brandmeldeanlagen: 57
versehentliche oder mehrere Rufe zum selben Schadensereignis u. ä.: 33
Anzahl ausgerückte Kräfte: 5.455
Einsatzstunden gesamt: 8.525

Hilfeleistungseinsätze der Freiwilligen Feuerwehren
Einsätze gesamt: 975
Fehlalarmierungen: 41
geborgene verletzte Personen: 167
tödlich verletze Personen: 20
Ölspuren: 118
Anzahl ausgerückte Kräfte: 8.342
Einsatzstunden gesamt. 8.589

Kreisausbildung
Insgesamt nahmen 367 Feuerwehrangehörige an Kreisausbildungslehrgängen teil.
Grundlehrgänge 4 x mit 69 Teilnehmern
Truppführer 3 x mit 46 Teilnehmern
Atemschutzgeräteträger 4 x mit 44 Teilnehmern
Sprechfunker 3 x mit 50 Teilnehmern
Maschinisten 2 x mit 28 Teilnehmern
Digitalfunk-Grundlagen 11 x mit 130 Teilnehmern


Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule
Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren des Landkreises nahmen an diversen Lehrgängen der Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule (LFKS) teil, darunter an Angeboten für Gruppenführer, Zugführer, Verbandsführer und Leiter der Feuerwehren. An der Führungsausbildung nahmen insgesamt 24 Teilnehmer teil. Des Weiteren gab es Lehrgänge für verschiedene Maschinisten-Ausbildungen sowie für Ausbilder.
Insgesamt wurden 178 Lehrgangsanmeldungen bei der LFKS gestellt. Bei 93 Anmeldungen konnte allerdings keine Einberufung erfolgen, da die Lehrgangsvoraussetzungen fehlten oder der Lehrgang überfüllt war.

Fördermittelanträge
In Summe wurden im Jahr 2022 Fördermittel des Landes in Höhe von 739.320 Euro beantragt, darunter für:
Fahrzeuge 5 x 417.000 Euro
Zuwendung FS-Erweiterung 8 x 12.800 Euro
Gerätehäuser 2 x 92.800 Euro
Bekleidung 216.720 Euro

Hinzu kommt ein Förderprogramm des Bundes für Sirenen, in dessen Rahmen die Gemeinden zusätzlich 727.900 Euro beantragt haben.

Projektförderung Dienstkleidung/persönliche Schutzausrüstung
Schon im Jahr 2021 wurde im Land Thüringen eine Projektförderung zur Unterstützung der Ausstattung aktiver Feuerwehrleute in den Einsatzabteilungen der Gemeindefeuerwehren bzw. des feuerwehrtechnischen Dienstes mit Dienstkleidung/persönlicher Schutzausrüstung ins Leben gerufen. Die Fördermaßnahme erstreckt sich über drei Jahre. 2022 wurden darüber durch die Städte und Gemeinden Fördermittel in Höhe von 216.720 Euro abgefordert.

Jugendfeuerwehr
Für die Jugendfeuerwehren wurden im Jahr 2022 insgesamt 15.375 Euro als Zuwendung durch das Land ausgezahlt.
Brandschutz
Zur Erfüllung der Pflichtaufgaben des Landkreises Greiz als Aufgabenträger im überörtlichen Brandschutz/überörtliche Allgemeinen Hilfe sowie der Pflichtaufgaben der Stadt Zeulenroda-Triebes wurde der Stadt Zeulenroda-Triebes eine Drehleiter DLA K 23/12 übergeben. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 764.000 Euro. Abzüglich der Fördermittel des Landes
Thüringen in Höhe von 238.000 Euro wurde der Restbetrag zu gleichen Teilen durch den Landkreis Greiz und die Stadt Zeulenroda-Triebes getragen.

Im Ausrückebereich der Stützpunktfeuerwehr Ronneburg muss der Landkreis Greiz als Aufgabenträger für den überörtlichen Brandschutz/überörtliche Allgemeinen Hilfe u.a. ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF) vorhalten. Es wurde deshalb beginnend in 2019 vom
Landkreis mit Fördermitteln des Freistaates ein HLF 10 ausgeschrieben und am 8. Dezember 2022 an die Freiwillige Feuerwehr Reust übergeben. Die Gesamtkosten beliefen sich auf ca. 400.000 Euro. Dazu wurden Fördermittel des Landes Thüringen in Höhe von 96.000 Euro bereitgestellt.
Katastrophenschutz / Zivilschutz
Zur Vervollständigung der Katastrophenschutz-Führungsstaffel gemäß der Thüringer Katastrophenschutzverordnung (ThürKatSVO) stellte der Freistaat Thüringen dem Landkreis Greiz einen neuen Einsatzleitwagen zur Verfügung. Die Kosten betrugen 310.000 Euro.
Zur Ergänzung des Katastrophenschutzes der Länder für Zwecke des Zivilschutzes wurde dem Landkreis Greiz durch den Bund ein neues Löschgruppenfahrzeug-Katastrophenschutz (LF-KatS) zugewiesen. Die Kosten betrugen 223.000 Euro.

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