„Wir wollen die Radverkehrsinfrastruktur in der Fläche systematisch verbessern und die Verkehrssicherheit landesweit erhöhen. Dafür stellen wir Mittel in Millionenhöhe bereit. Ein aktuelles Vorhaben ist der kombinierte Rad- und Gehweg zwischen Weida und Wünschendorf. Das Projekt wird zu einer spürbaren Aufwertung der Infrastruktur in der Region führen“, sagt Verkehrsministerin Susanna Karawanskij.
Für den straßenbegleitenden Radweg im Zuge der Bundesstraße 92 beginnen in diesen Tagen erste Schnitt- und Rodungsarbeiten. Im Anschluss daran werden die eigentlichen Bauarbeiten auf dem rund 1.400 Metern langen Abschnitt durchgeführt. Der Abschnitt zwischen Weida und Wünschendorf, Ortsteil Mildenfurth, ist ein wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz zwischen Gera und Weida. Gemäß aktueller Planungen soll der kombinierte Rad- und Gehweg Ende September 2023 zur Nutzung freigegeben werden. Die Gesamtkosten des Vorhabens betragen rund eine Million Euro, wovon rund 930.000 Euro aus Bundesmitteln sowie rund 80.000 Euro aus Mitteln der Stadt Weida stammen.
Die Ministerin ergänzt: „Mit diesen Investitionen in unsere Infrastruktur schaffen wir eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Bürgerinnen und Bürger das Fahrrad im Alltag als ökologisches, gesundes Verkehrsmittel sowie als touristisches Fortbewegungsmittel nutzen können.“
Weitere Informationen zum Radverkehr in Thüringen
In Thüringen ist das Fahrrad bereits eines der am häufigsten genutzten Verkehrsmittel. 74 % der im Rahmen des „Fahrrad Monitor 2021“ Befragten gaben an, das Rad regelmäßig, wenn auch vorwiegend in der Freizeit, zu nutzen.
Das Radroutennetzumfasst gemäß dem Radroutenplaner Thüringen rund 3.400 km überregionale und regionale Themenrouten sowie rund 10.200 km lokale Radnetze.
Mit Stichtag zum 1. Januar 2022 betrug die Länge der Radwege entlang der Bundesstraßen 360 km (24 % der Länge der Bundesstraßen insgesamt) und entlang der Landesstraßen 270 km (6,6 % der Länge der Landesstraßen insgesamt).
Seit 2015 wurden zusätzlich zu den kommunalen Mitteln insgesamt rund 75 Mio. Euro aus EU-, Bundes- und Landesmitteln in den Ausbau und Erhalt der Radwege und in den Fußverkehr in Thüringen investiert. Diese setzen sich wie folgt zusammen:
2015 – 2021
- Finanzierung Radwege an Bundesstraßen: 6,3 Mio. €
- Finanzierung Radwege an Landesstraßen: 11,3 Mio. €
- Förderung kommunaler Verkehrsinfrastruktur, Rad- und Gehwege: 24,5 Mio. €
- Förderung touristischer Radwege: 28,0 Mio. €
- Förderung multifunktionaler Wege: 3,4 Mio. €
- Sonderprogramm „Stadt und Land“ des Bundes: 1,0 Mio. €
Summe: 74,5 Mio. € Durchschnitt/Jahr: 10,6 Mio. €/Jahr

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