Mit dem Segelboot von Elsterberg über Greiz nach Naitschau? Das klingt erst einmal aberwitzig, hat aber eine Handvoll Männer am Himmelfahrtstag tatsächlich unternommen. Und so staunten einige Männertagsausflügler am Donnerstag nicht schlecht, als ihnen auf den Straßen ein Boot entgegenkam.
Die Idee zu dem ungewöhnlichen Bootsausflug hatte der ehemalige Fußballer Jens Schulze. Gemeinsam mit einigen Freunden machte er das Boot am ehemaligen Wärmegerätewerk in Elsterberg flott. Ausgestattet mit einem drei Meter hohen Mast, Segeln und dem „Schiffsarzt“ im Ausguck wurde das Gefährt nicht in der Elster zu Wasser gelassen, sondern auf einem Aufleger montiert auf die Straße bugsiert. Und so ging es auf die rund 20 Kilometer lange Tour. Natürlich wurde mehrfach Station gemacht. So erfrischte sich die Bootscrew mit Gerstensaft im Gasthof Noßwitz, in der „Eiche“ in Dölau, in der Alten Papierfabrik Greiz, am Schützenhaus in der Gartenanlage „Flügerad“ und im „CityLife“ am Greizer Röhrenbrunnen. Natürlich wurde hier und da auch etwas feste Nahrung aufgenommen. In der Waldstraße frischte die Bootsbesatzung ihr Proviant am fliegenden Verkaufsstand zweier Mädchen auf. Denn der schwerste Tagesabschnitt lag noch vor der Gruppe: Das Boot musste über Untergrochlitz hinauf nach Moschwitz gezogen und geschoben werden. Auch das bewältigten die Männer mit einiger Anstrengung, so dass es über die Wüstenteichstraße und den Stern in Erbengrün zu einer Gartenanlage in Naitschau ging. Hier liegt das Boot im Garten von Jens Schulze nun vor Anker.
Am Abend eines langen und erlebnisreichen Tages, an dem die Bootsmänner viele interessante Begegnungen mit ausschließlich netten Leuten hatten, stärkten sich die 47- bis 66-Jährigen mit frisch Gegrilltem vom Rost und waren sich einige, dass im nächsten Jahr eine ähnliche Tour absolviert werden soll. Dann vielleicht mit dem Steinzeitauto von Fred Feuerstein …



Kurzer Zwischenstopp an der Bahnunterführung in Greiz-Rothenthal. (Foto: Gerd Zeuner)





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