Sparkasse fördert 3. Bauabschnitt der Orgelsanierung
Weihnachten 2023 soll die Trampeli-Orgel In der Liebfrauenkirche
zu Auma erstmals wieder erklingen. Das ist das ehrgeizige Ziel,
das sich die ev.-luth. Kirchgemeinde gestellt hat. Alle Register
sollen dann nach Abschluss des dritten Bauabschnittes 2024
gezogen werden. Für diesen dritten Bauabschnitt sammelt die
Kirchgemeinde Eigenmittel. Mit 2.500 Euro steuert die Sparkasse
Gera-Greiz eine Spende bei. Den symbolischen Spendenscheck
überreichte Vorstandsvorsitzender Dr. Hendrik Ziegenbein an
Pfarrerin Lisa Krille, Annerose Barnikow. Helga Hoh und Steffi
Heidrich vom Gemeindekirchenrat.
Dr. Ziegenbein würdigte insbesondere das ehrenamtliche
Engagement der Gemeindeglieder und weiterer Unterstützter, so
zum Beispiel für die Sommer-Kultur-Kirche, die mit acht
Veranstaltungen in diesem Jahr wieder das kulturelle und geistliche
Leben weit über die Region hinaus bereichern wird. „Ohne die
mehr als 20 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre das nicht
möglich“, betont Annerose Barnikow. Farblich neu gestaltet hat
übrigens bereits Maler- und Lackiermeister Dirk Eisermann die
Orgel. Ihm war das eine besondere Ehre, hatte doch sein Vater
bereits in den 1970-er Jahren Renovierungsarbeiten in der Kirche
ausgeführt.
Die Trampeli-Orgel wurde 1818 eingebaut. Wodurch die Aumaer
Stadtväter auf den Orgelbauer Friedrich Wilhelm Trampeli
aufmerksam wurden, ist nicht überliefert. Dennoch ist bekannt, dass der Abschluss des Kontraktes zwischen dem Bürgermeister,
dem Rat der Stadt Auma und dem Adorfer Orgelbaumeister
Friedrich Wilhelm Trampeli zum Bau einer Orgel in der Aumaer
Kirche am 23. November 1816 zustande kam. Etwa zwei Monate
später begann der Orgelbau in Auma. Die Abnahme der Orgel
erfolgte durch den Hof -und Stadtorganisten Gottfried Friedrich
Eberhardt aus Schleiz kurz vor Weihnachten 1818. Die Orgelweihe
fand am 25.12. 1818 statt.
Seit der Einweihung der Orgel erfolgte keine größere Reparatur.
Allerdings wurden einige Maßnahmen zum weiteren Erhalt des
Instrumentes und seiner Bespielbarkeit 1995 durchgeführt.
Der langjährige Ortspfarrer Dr. Reinhold Krause bemühte sich in
unterschiedlicher Weise um den Erhalt und die Reparatur des
wertvollen Instruments. So kontaktierte er in den 1960-er Jahren
den weltweit bekannten Urwaldarzt, Organisten und
Bachinterpreten Albert Schweitzer und bat um fachliche Hilfe für
die Sanierung der Aumaer Orgel. Tatsächlich antwortete
Schweitzer ihm. Er konnte ihm und der Kirchgemeinde Auma aber
in besagter Angelegenheit nicht helfen. Es war stets Ziel von Dr.
Krause, dass er eine Generalsanierung der Orgel nie aus den
Augen verlor. Aber die Aumaer Kirchgemeinde selbst hatte
keinerlei Möglichkeiten, eine Sanierung in eine langfristige Planung
aufzunehmen, hatten doch andere bauliche Probleme des
Kirchgebäudes stets Vorrang. Freilich hatte der
Gemeindekirchenrat das anspruchsvolle Ziel der Orgelsanierung
nie ganz aufgegeben, was nun seit 2021 nicht zuletzt mit viel
Eigeninitiative erreicht werden kann.

symbolischen Spendenscheck der Sparkasse Gera-Greiz an
Pfarrerin Lisa Krille (l.), Annerose Barnikow, Helga Hoh und Steffi
Heidrich vom Gemeindekirchenrat. (Foto: Sparkasse Gera-
Greiz/Uwe Müller)
Finanziert wird die Spende der Sparkasse für dieses Projekt
übrigens aus Mitteln des Zweckertrages im PS-Los-Sparen. Diese
Lotterie bietet den Kunden nicht nur die Aussicht auf attraktive
Gewinne. Von sechs Euro Loseinsatz wandern 4,80 Euro auf das
Sparkonto, die zum Jahresende dem Losbesitzer ausgezahlt
werden. Ein weiterer Teil des Loseinsatzes kommt gemeinnützigen Vereinen und Projekten im Landkreis Greiz und in der Stadt Gera
zugute – wie im aktuellen Fall der Evangelisch-lutherischen
Kirchgemeinde Auma.
Das Glück im Abonnement bieten alle Geschäftsstellen der
Sparkasse an. Am bequemsten ordert man es über die Homepage
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