Plakette am Denkmal auf der Ida-Höhe erinnert an Fürst Heinrich XXII.
Die Ida-Höhe bei Greiz ist eine historische Sehenswürdigkeit der Kreisstadt und Teil des Fürstlich Greizer Parks. Die Anhöhe befindet sich im nördlichen Teil der Parkanlage und liegt 320 Meter über Normalnull.
Auf Anregung des letzten regierenden Greizer Fürsten Heinrich XXII. Reuss Aelterer Linie (1846 – 1902) wurden die Ida-Höhe und das darunter liegende Tal der „Elften Stunde“ 1876 durch den Parkdirektor Rudolph Reinecken parkartig gestaltet. Die Ida-Höhe, eine Lichtung oberhalb des Tals, erhielt ihren Namen zu Ehren der Frau Heinrichs XXII., der Fürstin Ida zu Schaumburg-Lippe (1852–1891). Nach Fertigstellung der Anhöhe wurde dieser Ort wegen des reizvollen Ausblicks und der bewaldeten Umgebung zu einem der Lieblingsplätze der Fürstenfamilie. Ein später auf Wunsch des Fürsten angelegter Fahrweg ermöglichte es, die Ida-Höhe mit Gästen bequemer erreichen zu können.
Am 19. April 1914, zwölf Jahre nach dem Tod Heinrich XXII., setzten ihm seine Kinder unter großer Anteilnahme der Greizer Bevölkerung auf der Ida-Höhe ein Denkmal. Das steinerne Monument aus Porphyroid-Brocken, herangeschafft von den nahen Klingensteinen, war nach einem Entwurf des Oberhofmarschalls Titz von Titzenhofer in Form einer Pyramide gestaltet, in dessen Spitze ein Bronzebildnis des Fürsten eingelassen war. Die Originaltafel ging zwischen den Weltkriegen verloren, nach 1945 wurde durch eine Kunststeinplatte mit dem Goethe-Zitat „Über allen Wipfeln ist Ruh“ ersetzt.
Fünf geschichtsbewussten Greizern ist es zu danken, dass das Denkmal auf der Ida-Höhe seit März 2020 wieder das Konterfei Heinrich XXII. schmückt. Jörg Metzner, Hagen Rüster, Sven Klein, Rainer Koch und Christian Espig hatten Ende 2017 eine private Spendenaktion initiiert, die im Jahr darauf öffentliche Unterstützung fand, und so die Voraussetzung für die Neuanfertigung der Gedenktafel geschaffen. Anders als die Originaltafel von 2014 ist die neue Tafel nicht aus Bronze, sondern aus Stein. „Wir mussten die Gefahr des Diebstahls an diesem abgelegenen Ort mit einbeziehen und haben uns gegen Bronze entschieden“, so Jörg Metzner.
Eine zusätzliche Aufwertung erhielt das Areal durch die Aufstellung einer nach historischem Vorbild gefertigten Sandstein-Bank. Ermöglicht hat dies eine großzügige Spende von Dr. Gisela Baronin Schenck zu Schweinsburg, Enkelin der jüngsten Reußenprinzessin. Hervor zu heben ist tatsächlich die reizvolle Sichtachse von der Anhöhe auf das Obere Schloss und Teile von Greiz.
Der Wanderweg zur Ida-Höhe beginnt im Park an der Luftbrücke und führt durch das Tal der Weißen Elster in den Wald des Gommlaer Forstes direkt zur Anhöhe.









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