Heilkräuter als Hausmittel oder der Arzt auf der Wiese

„Jetzt wird’s ernst“, meinte scherzhaft Reiner Ernst aus Brückla, als er bei den Bernsgrüner Landfrauen viel Wissenswertes und Interessantes über Heilkräuter als Hausmittel bei vielen Krankheiten erläuterte und aufzeigte.

„Es geht nur um Pflanzen, die es hier bei uns gibt. Pflanzen, die heilend, essbar, aber auch giftig sein können“, so Ernst zu Beginn seiner Ausführungen. Viele den Landfrauen bekannte, aber auch weniger bekannte Heilkräuter und ihre Verwendung zeigte der Referent auf. So u.a. die echte Kamille für innerliche und äußerliche Anwendungen, die nach Ernst in jede Hausapotheke gehört, die Schafgarbe zur Magenberuhigung, der Huflattich als Hustentee und die Brennnessel bei Blasenerkrankungen. Zu den Essbaren gehören die Walderdbeere, Brennnessel und der Bärlauch, der nach Meinung von Reiner Ernst zur Modepflanze geworden ist, weil er in der kalten und warmen Küche überall drin ist. Zu den giftigen Pflanzen im Wald und Garten zählen das Buschwindröschen, Maiglöckchen, roter Fingerhut und Herbstzeitlose. „Und aus den verschiedensten Ländern wurden auch Pflanzen, wie der Riesenbärenklau und die Kanadische Goldrute, bei uns eingeschleppt“. Auf eine besonders geschützte Pflanze im Greizer Park machte Ernst aufmerksam, das gefleckte Knabenkraut. „Unkraut nennt man die Pflanze, deren Vorzüge noch nicht erkannt worden sind“, so Rainer Ernst abschließend.

Nicht nur bei Vereinschefin Jutta Riedel wurden bei dem Vortrag Kindheitserinnerungen wach. „Früher haben wir viele der Pflanzen gesammelt“, waren sich die Frauen einig.

Text/Foto: Gabriele Wetzel

Foto: Reiner Ernst bekam Blumen und viel Applaus für seinen interessanten Vortrag.

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