Posterstein. Zum Abschluss der Ausstellung „Hans Fallada – Familienbilder“ lädt das Museum Burg Posterstein zu einer LeseZEIT zur Entstehung und dem Konzept der historischen Heilanstalt Tannenfeld. Die Lesung findet am 12. November, 15 Uhr, im Café „Zur eisernen Bank“ im Herrenhaus Posterstein statt. Der Eintritt ist frei, um eine Voranmeldung im Museum unter (034496) 22595 wird gebeten.
Die Hans Fallada-Ausstellung auf Burg Posterstein geht am 12. November, 16 Uhr, zu Ende. Um 14 Uhr findet noch einmal eine Führung durch die Sonderschau statt.
+++Die Tannenfelder Heilanstalt: LeseZEIT zum Ende der Hans Fallada-Ausstellung+++
Zum Abschluss der Ausstellung „Hans Fallada: Familienbilder“ gibt es eine Live-Ausgabe des Museumspodcasts “LeseZEIT auf Burg Posterstein” – diesmal aus den Bauplänen der Heilanstalt in Tannenfeld. Die Historikerin Franziska Huberty liest aus historischen Dokumenten des Landesarchivs Thüringen, Staatsarchiv Altenburg. Darin schilderte der Anstalt-Begründer Dr. Arthur Tecklenburg anschaulich sein Konzept und die Architektur der Nervenheilanstalt in Tannenfeld, in der auch der junge Rudolf Ditzen, der spätere Schriftsteller Hans Fallada, in Behandlung war.
Führung durch die Ausstellung „Hans Fallada: Familienbilder“
Im Staatsarchiv Altenburg existiert eine Akte zu den Plänen des Arztes Dr. Arthur Tecklenburg, der um 1900 Schloss Tannenfeld zu einer Privat-, Heil- und Pflegeanstalt für Nerven-, Gemüts- und Geisteskranke umbaute. Gegenüber der Regierung des Herzogtums Sachsen-Altenburg beschrieb Tecklenburg ausführlich seine Pläne und den Bedarf für eine moderne Anstalt zur Heilung von Geisteskranken in Mitteldeutschland.
Zunächst war an die Aufnahme von 15 Patienten gedacht. Tecklenburg kategorisierte in seiner Konzeption der Anstalt die Patienten in vier Gruppen und machte deutlich, in welcher Weise der zuständige Bezirksarzt eingebunden werden sollte. Der Arzt beschrieb eine offene psychiatrische Behandlung, die auf Freiwilligkeit, Beschäftigung und Bewegung setzte.
Franziska Huberty, Historikerin im Museum Burg Posterstein, gibt an diesem Nachmittag Einblicke in die Geschichte der Heilanstalt und liest aus Originaltexten der Akte.

Ausstellung bis 12. November
Zum 130. Geburtstag des Schriftstellers zeigt das Museum Burg Posterstein die Ausstellung „Hans Fallada – Familienbilder. Wie aber bestehe ich vor Dir, sehr liebe Verwandtschaft –?!“ der Hans-Fallada-Gesellschaft.
Der Geburtstag des berühmten Schriftstellers Hans Fallada jährt sich 2023 zum 130. Mal. In seiner frühsten Jugend, noch vor Beginn seiner Autorenkarriere, verbrachte der junge Rudolf Ditzen längere Zeit in der Nervenheilanstalt in Tannenfeld. Dazwischen absolvierte er auf dem Rittergut Posterstein eine landwirtschaftliche Ausbildung.
Zur Kabinett-Ausstellung “Hans Fallada – Familienbilder” erschien das Buch “Hans Fallada in Tannenfeld und Posterstein”. Es stellt ausschließlich Rudolf Ditzens Zeit in der Tannenfelder Klinik und seine Ausbildungsjahre auf dem Rittergut Posterstein in den Mittelpunkt. An Hand von Briefen und Dokumenten wird diese Zeit lebendig.

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