Kurzfilmtag im Neuberinhaus

Kurzfilme am laufenden Band zum Kurzfilmtag am 21. Dezember

Neuberinhaus beteiligt sich erneut am kürzesten Tag des Jahres und widmet sich einem besonderen Filmformat

Der 21. Dezember ist der kürzeste Tag des Jahres. Diesem Tag wird in ganz Deutschland einem besonderen Filmformat gewidmet, denn es ist der Kurzfilmtag. Das Neuberinhaus beteiligt sich auch in diesem Jahr wieder und zeigt am 21. Dezember 2023 um 19 Uhr eine Auswahl an preisgekrönten Kurzfilmen aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt.

Sechs Kurzfilme, sechs verschiedene Welten: Am Hallenser Stadtrand, fernab des urbanen Zentrums, ist Wolfgang mit seinem Boot am Fluss gestrandet, um sich hier ein neues Zuhause aufzubauen; Elia spürt in Briefen und Erzählungen den Sehnsüchten und Schicksalen seiner Großeltern zwischen DDR-Militärdienst und dem Alltag zu Hause nach; im Erzgebirge der Nachwendezeit hat Lotta vom Kramladen ihrer Mutter die Nase voll. Der Kurzsüchtig e.V. stellt diese Auswahl der besten Kurzfilme Thüringen bereit, die in diesem Jahr beim 20. Mitteldeutschen Kurzsüchtig-Kurzfilmfestival in Leipzig ausgezeichnet wurden.

Moderiert wird der Kurzfilmtag vom freiberuflichen Medienpädagoge, Filmpädagoge und Videoproduzent Kevin Meinel. Der Auerbacher ist seit 20021 Projektleiter der Initiative Medienbildung Vogtland und fördert zahlreiche Formate im Bereich der Medienbildung im Landkreis.

Tickets für den Kurzfilmtag sind in der Kulturinformation auf dem Markt dienstags bis donnerstags sowie freitags im Neuberinhaus erhältlich.

Das Programm

Wind Whisperer

Regie: Fernanda Caicedo | 7 min Animation | Deutschland | 2022

JURYPREIS ANIMATION

Der Windflüsterer erzählt der Legende nach vom zerbrechlichen Glanz des Lebens. Am Ende des Horizonts wird eine singende Zikade geboren. Ihr Leben ist kurz, aber ihr Zirpen währt ewig. Liebevoller Stop-Motion-Film über Leben und Vergänglichkeit.

Stadtrand

Regie: Conrad Winkler | 22 min | Fiktion | Deutschland | 2023

JURYPREIS UND PUBLIKUMS-PREIS DOK

Entlang der Schienen, da, wo Stadt und Land miteinander verschmelzen, leben die Menschen des Stadtrands. Fernab des urbanen Zentrums verbringen sie ihren Alltag zwischen Fabriken und Ruinen, Supermärkten und wilder Natur – ein Ort ohne Attraktionen, den man selten wahrnimmt und den doch jeder kennt.

A Goat’s Spell

Regie: Gerhard Funk | 9 min | Animation | Deutschland | 2022

PUBLIKUMSPREIS ANIMATION

Ein Kind und sein Tag. Eine Eroberung vor dem Frühstück, eine ahnungslose Ziege vor dem Haus, ein paar verheißungsvolle Flugzeuge weit oben im Himmel. Und dann brechen Dinge und Ereignisse auseinander.

Dieser lange Atem, Beates Laden betreffend

Regie: Olaf Held | 21 min | Fiktion | Deutschland | 2022

JURYPREIS FIKTION

Erzgebirge in der Nachwendezeit. Beate startet neu durch und hat in der Garage ihres Bauernhofes einen Laden für Haushaltswaren eröffnet. Der läuft nur mäßig und Vertreter beißen sich dort die Zähne aus, um neue Waren loszuwerden. Auch weil Tochter Lotta, das ganze Geschäft ziemlich bescheuert findet.

Es ist kälter geworden

Regie: Elia Zeißig | 8 min | Dokumentation | Deutschland | 2022

NACHWUCHSPREIS

Elia liest aus Briefen seiner Großeltern. Frank muss in der DDR zum Militärdienst. Täglich schreibt er nach Hause. Das junge Paar sucht Wege mit der Sehnsucht und Einsamkeit umzugehen, aber die Zeit in der Kaserne bleibt verlorene Lebenszeit. Als die Großmutter stirbt suchen Frank und Elia neue Wege mit der Sehnsucht umzugehen.

Die Heimkehr der Spargelstecher

Regie: Lara Scherpinski | 15 min | Experimentalfilm | Deutschland | 2021

PUBLIKUMSPREIS EXPERIMENTAL

Das aus 12 Tableaux Vivants bestehende Filmprojekt „Die Heimkehr der Spargelstecher“ führt durch surreale, humorvolle Assoziationswelten, welche das kollektive Gedächtnis der Deutschen ins Groteske ziehen. Günter Schabowski zitiert am Grill die Maueröffnung und Champagnersozialinnen warten auf den nie kommenden Bus.

Die Klappe für den Kurzfilmtag in Reichenbach fällt am 21. Dezember.(Symbolbild: Obregonia D. Toretto on Pexels.com)

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