Neugernsdorferin ist selbstverständlich auch beim ersten Greizer Trödelmarkt des Jahres am 13. Januar dabei
„Nein, reich werden kann man als Trödelhändler nicht“, antwortet Birgit Lippoldt lachend auf die Frage, ob man mit dem Handel von altem Hausrat und Kunstgewerbe aus früheren Zeiten viel Geld verdient. Man könne bestenfalls das Taschengeld ein bisschen aufbessern. „Hauptsächlich aber macht es mir einfach unheimlich viel Freude, mit alten Dingen zu handeln und dabei mit den Menschen in Kontakt zu kommen“, beschreibt sie die Faszination ihres Hobbys, das sie mit Leidenschaft betreibt
Die Rentnerin aus Neugernsdorf gehört zu dem rund einem Dutzend Händlern, die alle zwei Wochen samstags in der Greizer Trödelhalle am Papiermühlenweg ihre Waren feil bieten. „Ich bin seit etwa zehn, zwölf Jahren dabei“, schätzt Birgit Lippoldt ein. Früher hat sie ihre Stände auch in Gera aufgebaut, mittlerweile auch ab und zu in Pöhl, doch in Greiz gefällt ihr die Gemeinschaft der Händler am besten. „Es gibt keinen Neid untereinander. Wir sind hier eine tolle Gemeinschaft, alle Händler verstehen sich super untereinander und sind stets füreinander da“, schwärmt sie von dem Umfeld in der Halle.
Zum Sortiment der Neugernsdorfer Händlerin gehört alles, was das Herz von Trödelfans höher schlagen lässt – von antiken Sachen wie Glas, Keramik und Porzellan über alte Bücher und Bilder bis hin zu ganz profanen Dingen wie Besteck, Geschirr und andere Haushaltsgegenstände aus Urgroßmutters Zeiten.
Ihre Handelsware findet Birgit Lippoldt, die bis zu ihrer Verrentung bei der Post in Greiz, Zeulenroda und zuletzt im Briefverteilamt Gera gearbeitet hat, vorwiegend bei Haushaltsauflösungen in der Region. Dabei wird sie von ihrem Mann tatkräftig unterstützt. „Mir bringt aber auch immer mal jemand etwas vorbei“, sagt sie. Denn die Bekannten und Verwandten in ihrem Ort und darüber hinaus wissen, dass die ehemalige Postangestellte seit über einem Jahrzehnt leidenschaftliche Trödelhändlerin ist.
Die Neugernsdorferin konnte auch bereits einige sehr seltene und rare Stücke veräußern. Als Beispiel nennt sie ein Greizer Einwohnerbuch aus dem Jahre 1914. „Das hat ein Sammler aus Greiz gekauft, der diesen bestimmten Band schon 40 Jahre vergeblich gesucht hatte“, erinnert sie sich. Sehr gefragt seien auch alte Milchkannen und Wagenräder. Geschirr dagegen bringe nicht viel Umsatz. „Das nehme ich eigentlich nur mit, weil es oftmals zu schade zum Wegwerfen ist“, so Birgit Lippoldt dazu.
Bei „Bares für Rares“ von Horst Lichter hat sie sich mit einem ihrer Artikel noch nicht beworben und hat das eigentlich auch nicht vor. Da ist sie viel lieber bei den Trödelmärkten in Greiz vor Ort. Der erste Trödelmarkt des Jahres 2024 im Papiermühlenweg findet am Samstag, den 13 Januar, statt. Von 8 bis 14 Uhr kann dann wieder an den Ständen der Händler gestöbert werden. Die Zufahrt zur Halle auf dem Gelände des einstigen Greika-Werks II/1 ist ausgeschildert. Der Eintritt ist frei und für das leibliche Wohl der Trödelmarktbesucher ist auch gesorgt. Aussteller können sich gerne noch melden. Mehr Informationen gibt’s unter Telefon 0159 06386412.


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