Einmal Prinz und Prinzessin von Greiz sein

Das aktuelle Prinzenpaar der Greizer Faschingsgesellschaft sogar international

Greiz. Unter dem Motto „GFG, Skandale, Sterne – seh’n wir in der BRAWO gerne“ ist die Greizer Faschingsgesellschaft (GFG) am Samstagabend traditionell mit dem Schürzenball in die heiße Phase der Fünften Jahreszeit gestartet. Im Programm der bereits 47. Saison lassen die Akteure in Anlehnung an die bekannte Jugendzeitschrift die 80er und 90er Jahre bis zur Jetztzeit Revue passieren. Dabei greifen sie auf Bewährtes zurück und präsentieren natürlich jede Menge Neues.

Neu ist auch das Prinzenpaar der aktuellen Saison. Prinz Christian III. und Prinzessin Emili I. wurden zum Faschingsauftakt am 11.11. vorigen Jahres auf dem von-Westernhagen-Platz inthronisiert und hatten zum Schürzenball in der Kurt-Rödel-Halle ihren ersten großen Auftritt vor heimischen Publikum. Und den absolvierten sie sehr souverän. Nach dem Verlesen der GFG-Proklamation vollzogen sie die Eröffnung der Kussfreiheit innig und voller Überzeugung. Keine Kunst, denn auch im wahren Leben sind Christian Rehm und Elba Emilia Lage Plaza, wie das Prinzenpaar heißt, ein Paar. Das Besondere aber für Greizer Verhältnisse ist, dass – wie der klangvolle Name der Prinzessin schon ahnen lässt – sie eine waschechte Spanierin ist.

„Wir haben im vorigen September geheiratet“, verrät Christan. Das mit dem Prinzenpaar sei aber kein Hochzeitsgeschenk an seine Angetraute. „Es ist doch für viele ein Kindheitstraum. Wer will nicht einmal Prinz und Prinzessin von Greiz sein?“, so der 37-Jährige. Er ist seit fünf Jahren Mitglied in der GFG und hier im Männerballett, in der Wagenbautruppe und im Elferrat aktiv. Außer in dieser Saison natürlich. Da füllen ihn und seine Emilia die royalen Prinzenpaarverpflichtungen voll und ganz aus. „Wir repräsentieren den Verein bei öffentlichen Auftritten wie zum Beispiel heute schon zum Faschingsumzug in Hirschberg. Danach haben wir uns etwas ausgeruht und jetzt geht es hier beim Schürzenball richtig los“, berichtet Christian Rehm am Samstagabend, bevor es zum Einmarsch in den Saal geht.

Auf der Bühne begrüßen mit Yvonne Schwabe und Peter Heckel zwei Urgesteine des Greizer Faschings das Närrische Volk. „Der Fachkräftemangel schlägt auch hier zu, deshalb hat man uns reaktiviert“, so Heckel scherzend zum Publikum. Einmal Fasching, immer Fasching – das trifft wohl auf die beiden Ehrenpräsidenten der GFG zu. „Ich bin seit 1967 karnevalistisch aktiv“, sagt Peter Heckel. Seine Faschingslaufbahn begann der heute 66-Jährige im Elsterberger Faschingsclub, um sie dann während des Studiums in Gotha fortzusetzen. „Zurück in der Heimat, sprach mich Uli Drescher Mitte der 80er Jahre an, doch in der GFG mitzuwirken. Und seitdem bin ich hier Vereinsmitglied“, so Heckel, der von 1999 bis 2009 sogar Präsident der Greizer Faschingsgesellschaft war. Als Präsidentin folgte ihm Yvonne Schwabe, die sie hier alle nur „Meise“ nennen. Die Greizerin übte das Ehrenamt wie Heckel auch zehn Jahre aus. „Ich begann 1988 als Gardemädchen in der GFG“, erinnert sich Yvonne Schwabe. Nach der Jahrtausendwende sorgte die „Meise“ gemeinsam mit Andrea Baldauf und Uta Schlange als die „Ostbirnen“ und im Duo mit Andrea Baldauf als „Meda und Liesbeth“ für unvergessliche Programmhighlights.

Nachdem die Ehrenpräsidenten am Samstagabend zum Einmarsch der Faschingsakteure aufgerufen hatten und das Prinzenpaar die Kussfreiheit eröffnet hatte, brannten die Gruppen der GFG ein wahres Programmfeuerwerk ab. Moderiert durch die jungen Zeremonienmeisterinnen Bianca und Marie wirbelten die Kinder und die Teenies über die Bühne, begeisterten die Gardemädchen und das Männerballett. Dazwischen immer wieder Sketche in Anlehnung an alte Bravo-Zeiten. So gab „Dr. Winter“ im Dirty Talk nicht ganz jugendfreie Sexualtipps und manch weibliche Akteurin musste sich zwischen Superman und Prinzessin oder Bärtigem und Glattrasiertem als Partner entscheiden. Der GFG-Gemeinschaftsauftritt „Freedom“ beendete die kurzweilige Programmfolge, ehe nach dem finalen Lied „Karneval in Greiz“ und dem Walzer es Prinzenpaares der Tanzabend eröffnet wurde.

Das Programm ist noch einmal zum Weiberfasching an diesem Donnerstag und zur Faschingsgala am Samstag zu erleben. „Der Samstagabend ist bereits ausverkauft“, freut sich GFG-Präsident Michael Böttger. Allerdings komme es immer mal wieder vor, dass Karten zurückgegeben werden, die dann an der Abendkasse zu haben sind. Abschluss der Närrischen Jahreszeit in Greiz ist der Rosenmontagsumzug, der am 12. Februar mit zahlreichen Gastvereinen durch die Innenstadt zieht.

Mehr Bilder vom Schürzenball: Teil 1 – hier klicken und Teil 2 – hier klicken!

Eine Antwort zu „Einmal Prinz und Prinzessin von Greiz sein“

  1. Avatar von Michaela Grümbel Kreutz
    Michaela Grümbel Kreutz

    „una hermoso premiosin“ eine schöne Prinzessin

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