Nach neuem Vorstand jetzt auch ein neuer Geschäftsführer

Lebenshilfe Zeulenroda „nach schwieriger Zeit“ nun solide für die Zukunft aufgestellt

Zeulenroda. Ein dreiviertel Jahr war Gerd Hossbach in der Lebenshilfe für Menschen mit Behinderungen Zeulenroda e.V. als kommissarischer Geschäftsführer im Einsatz. Seit dem 1. April hat der gemeinnützige Verein nun einen neuen Geschäftsführer. Falk Schlehahn, der bereits seit Oktober 2019 Geschäftsführer der Lebenshilfe Greiz e.V. ist, führt nun auch die Geschicke des Zeulenrodaer Lebenshilfevereins.

Bei einer Mitarbeiterversammlung am 17. April hat der Vorstand den „Neuen“ offiziell den Kolleginnen und Kollegen in Zeulenroda vorgestellt. Zunächst jedoch dankte der 1. Vorstandsvorsitzende des Vereins, Torsten Jung, erst einmal den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement in den vergangenen Monaten. „Wir haben alle gemeinsam sehr viel erlebt und es waren turbulente und schwierige Zeiten, die wir nur zusammen dank ihres Einsatzes bewältigen konnten.“ An Gerd Hossbach gewandt hob Jung dessen Anteil dabei hervor. „Sie haben die vielen Baustellen nicht nur organisatorisch und wirtschaftlich, sondern auch menschlich mit viel Empathie so hingekriegt, dass der Verein jetzt konsolidiert ist und wir wieder optimistisch in die Zukunft blicken können.“

Hossbach hatte seit Juli vorigen Jahres die Lebenshilfe Zeulenroda kommissarisch geleitet. „Ich hatte bei Amtsantritt hier großen Respekt vor dem riesigen Berg an Problemen, der vor mir lag. Es waren sehr viele offene Baustellen, die es zu bearbeiten galt.“ Aber total Klasse sei gewesen, wie die Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern funktioniert hat. „Sie haben mich nicht blockiert, sondern von Anfang an kommuniziert, dass wir alle an einem Strang ziehen“, so der 68-jährige Hesse, dessen Herausforderungen es waren, betriebswirtschaftliche Aspekte in den Vordergrund zu stellen und Probleme auf verschiedenen Ebenen zu lösen. Den Inhalt dieser Problem möchte der Vereinsvorstand nicht in der Öffentlichkeit kommunizieren. Doch die Probleme seien mittlerweile gelöst. Zudem konnte im Dezember ein neuer Vorstand gewählt werden, der die Zukunft mit dem Kollegium des Vereins optimistisch gestalten will, und auch eine neue Hausleitung ist in der Hohen Straße aktiv.

Das Kollegium betreut rund 50 Kinder, Jugendliche und Erwachsene in den verschiedenen Wohnbereichen und Wohngemeinschaften sowie Tagesgruppen und in der Tagesbetreuung. Neuer Chef ist nun Falk Schlehahn. „Gleich in den ersten Gesprächen mit ihm wusste ich, das ist genau der richtige Mann für die Aufgaben in Zeulenroda“, erinnert sich Gerd Hossbach. Er habe gleich gemerkt, dass der Greizer ein absolut integrer Mensch sei, der sehr sortiert ist. „Wir schwimmen auf der gleichen Wellenlänge, auch wenn ich vielleicht etwas impulsiver bin, er ist dafür aber etwas kontrollierter.“ Falk Schlehahn sei genau der Mann, „den wir hier brauchen, um die Lebenshilfe Zeulenroda in eine positive Zukunft zu lenken“, ist Hossbach überzeugt.

Auch Torsten Jung freut sich, „dass wir jetzt die Kompetenz aus Greiz hier haben“ und hieß den neuen Geschäftsführer zur Mitarbeiterversammlung in Zeulenroda herzlich willkommen. Der wiederum bedankte sich bei dem scheidenden Geschäftsführer für die „intensive und kompetente Einarbeitung“ und betonte, dass es wichtig sei, das Geschriebene in der Praxis umzusetzen. Er selbst sei zwar als eher als ruhiger und zurückhaltender Typ vorgestellt worden. „Doch wer mich aus meiner aktiven Karriere als Ringer kennt, weiß, dass ich auf der Matte schon recht impulsiv gewesen bin“, so der ehemalige Deutsche Jugendmeister im Freistilringen und aktuelle German Masters Meister, zu dessen größten sportlichen Erfolgen der vierte Platz bei den Europameisterschaften 1991 zählt. Das Ringen habe ihm viel für seine berufliche Laufbahn mitgegeben. Auch den Respekt vor den Leistungen des Miteinanders. „Genau das wird die Grundlage meiner Arbeit hier sein. Sie, die Mitarbeiter, sind das Wichtigste. Sie leben die Lebenshilfe, erfüllen mit Engagement Ihre Aufgaben bei der Betreuung der Ihnen anvertrauten Menschen.“ Davor habe er größten Respekt.

„Wir müssen gemeinsam in die Zukunft schauen“, so der neue Geschäftsführer. Dabei meint Schlehahn die Weiterführung der betriebswirtschaftlichen Konsolidierung, wie sie Gerd Hossbach begonnen hat, und das Ziel, die Lebenshilfe Zeulenroda auch nach außen wieder positiv darzustellen. Leider gibt es in einigen Mitarbeiterbereichen nach wie vor Personalbedarf. Doch hier greifen bereits erste Synergieeffekte zwischen Greiz und Zeulenroda. „Wir haben nach Personalgesprächen in Greiz bereits Bewerber nach Zeulenroda vermitteln können und umgekehrt“, berichtet Falk Schlehahn, der sich die Zusammenarbeit zwischen der Greizer und der Zeulenrodaer Lebenshilfe perspektivisch noch viel intensiver zum Vorteil beider Vereine vorstellen kann.

Vorstand und Mitarbeiter der Lebenshilfe Zeulenroda e.V. mit dem neuen Geschäftsführer Falk Schlehahn (links) und seinem Vorgänger Gerd Hossbach (2. v. links). Foto: Gerd Zeuner

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