Buntes Frauenfrühstückstreffen mit Hilferuf

Ende nach fast 25 Jahren?

Vorträge zu bestimmten vielfältigsten Themen, gemeinsames Frühstück, Musik hören und anregende Gespräche prägten in den vergangenen 25 Jahren das Frühstückstreffen der Frauen in Pausa und Umgebung. So auch am vergangenen Samstagvormittag im Saal der Agrargenossenschaft im Ortsteil Unterreichenau. Nach der Begrüßung durch Leiterin Aileen Hertel und dem Frühstücken an liebevoll gedeckten Tischen erklangen beschwingte Töne von den Klarinetten der Pausaer Schüler Fenya Rother, Jonas Lippold und Klarinettistin Michels aus Jocketa. Was folgte war mit „Der Rote Faden“ ein emotionaler, berührender Vortrag von Andrea Petzold, Pastorin im Ruhestand aus Dresden, der zum Nachdenken und Innehalten über unser Leben mit allen Höhen und Tiefen anregte. Dazu hatte sie einen Korb mit verschiedenster Wolle mitgebracht. Bunt und vielfältig wie das Leben. Dominieren manchmal helle und dann wieder dunkle Farben, wichtig ist, dass man aus diesen Wollknäuls etwas macht. Petzold zitierte den Ausdruck vom roten Faden aus Johann Wolfgang Goethes „Wahlverwandtschaften“. Nach Aussage der Pastorin ist der rote Faden die Liebe Gottes, der sich durch unser Lebensmuster hindurchzieht. Er ist mal mehr, mal weniger sichtbar. Aber er ist immer da.

Von den 80 anwesenden Frauen ahnte keine, dass sie am Ende mit einem bunten Luftballon eines unbekannten Sponsors freudig überrascht wurde. Auch ahnte niemand, dass es das vorläufig letzte Treffen sein sollte. Die ehrenamtlich organisierten Frühstückstreffen von Frauen für Frauen fanden bis vor Corona im Frühling und Herbst und nach der Pandemie nur noch ein Mal im Jahr statt. Wichtig war dabei immer die gelebte Gemeinschaft. „Früher waren wir 30 Leute im Team, heute sind wir nur noch 10. Schafft helfende Frauen heran, dann geht es auch weiter“, appelliert am Ende leidenschaftlich Aileen Hertel an alle.  

Text/Foto: Gabriele Wetzel

Foto 1: Freudige Stimmung unter den Frauen beim Verteilen der farbigen Luftballons.

Foto 2: Ein großes Dankeschön und ein Blumengruß für die zehn aktiven Frauen, die diese immer gut angenommenen Frühstückstreffen organisierten, vorbereiteten und durchführten.

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