Dass man im kleinen Ort Schönbach zünftig feiern kann, bewiesen die jährlichen Dorf- und Schlachtfeste. Aber in diesem Jahr stand allein die Freiwillige Feuerwehr Schönbach im Mittelpunkt, denn sie beging am Wochenende ihr 100jähriges Bestehen.
„Im Alltag Nachbarn, im Notfall Partner“ – dieser Schriftzug am Feuerwehrhaus bringt es auf den Punkt. Und auch Pfarrer Gunnar Peukert hob die Bedeutung der FFw in seinem Festgottesdienst hervor. „Feuer und Flamme verbindet alle. Helfen ist eine christliche Aufgabe. Aber dieses Ehrenamt ist nicht selbstverständlich. Die Arbeit der Feuerwehr verdient eine große Wertschätzung. Die Feuerwehrleute brennen für ihre Sache, sind aber auch Gefahren bei ihren Einsätzen ausgesetzt. Aber sie haben den Blick füreinander und achten auf den anderen. Diese Achtsamkeit und Liebe zum Nächsten ist im gesamten Leben wichtig, damit die Welt friedlicher und menschlicher wird“.
Im folgenden Wettkampf der Feuerwehren traten fünf Wehren im Löschangriff an. Den ersten Platz belegte die Gastgeberwehr Schönbach in 59 Sekunden, den zweiten Platz die Reuther Wehr in 1,10 Minuten, den dritten Platz die Wehr aus Arnsgrün in 1,11 Minuten. Die FFw Hohndorf und die Schönbacher Frauenmannschaft folgten auf Rang vier und fünf.
Rund um den Festbetrieb im Festzelt gab es sehenswerte alte und neue Feuerwehrtechnik zu bestaunen. Hüpfburg, Schminken, verschiedene Kinderspiele und die Kinderdisco ließen Kinderherzen höherschlagen. Ein Bücherbasar, die Feuerwehrchronik und natürlich Gutes für Gaumen und Kehle luden zum Verweilen ein.
Am Abend durfte nicht nur das Tanzbein zur Musik von DJ Bert im voll besetzten Festzelt geschwungen werden, sondern es gab auch einen tollen Auftritt des Fanfarenzuges Greiz und des Kurtschauer Faschingsvereins. Und den diesjährigen Maibaum hat Jimmy Neumann aus Leiningen gewonnen.
Jubiläumsfazit der Schönbacher: „Wir sind stolz auf unsere Feuerwehrmänner, auf das ganze Dorf und auf die Gemeinschaft“.
Text/Foto: Gabriele Wetzel
Foto 1: Geballte Schönbacher Frauenpower. Als einzige teilnehmende Frauenmannschaft traten sie an und bewiesen Kampfgeist, auch wenn es am Ende nicht auf das Podest reichte. Aber allein der olympische Gedanke – dabei sein ist alles – überwog.
Foto 2: Die Hohndorfer TKS Flader, Baujahr 1932, die durch Kamerad Benjamin Kühne 2014 restauriert wurde, erzielte besondere Aufmerksamkeit, zumal sie auch vorgeführt wurde.
Foto 3: Die Arnsgrüner gemischte Wehr mit zwei Frauen beim Löschangriff belegte am Ende Rang drei.




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