Welche Kräuter finden wir in unserer heimischen Natur? Wann und wie sammelt und lagert man sie? Für was kann man Kräuter verwenden? Welche Wechselwirkungen bestehen zur Einnahme von Medikamenten? Auf all diese Fragen erhielten die Bernsgrüner Landfrauen zu ihrer Septemberbildungsveranstaltung fundierte Antworten von Wildkräuter- und Heilpflanzenpädagogin Doreen Dassler, begleitend von ihrer 10jährigen Assistentin Erna.
„Ich bin kein Arzt oder Heilpraktiker. Ich bin einfach jemand, der das Generationserfahrungswissen weitergeben möchte. Ich lade Sie ein, in die Kräuterwelt mit einzusteigen und bin gespannt, was Sie schon alles darüber wissen“, so Dassler. Was folgte war ein sehr angeregter Wissens- und Erfahrungsaustausch. Die von Dassler mitgebrachten und die von den Landfrauen gesammelten Kräuter wurden begutachtet und eifrig über deren Verwendung diskutiert. Frauenmantel, Brombeere, Hagebutte, Schafgarbe, Johanniskraut, Brennnessel, Pfefferminze, Lavendel, Zitronenmelisse sind vielseitig für Tees, Marmelade, Salate und Salben verwendbar. Besonders bedeutsam ist Spitzwegerich, der „Fuß des großen Mannes“, das Hustenmittel für Kinder als natürliches Codein. Und am Ende wurden die Landfrauen selbst aktiv. Mit Küchenmesser, Schneidbrett und Schraubglas ausgestattet, stellten sie ein Spitzwegerichöl selbst her, das allerdings zu Hause noch vier Wochen mit täglichem Schütteln stehen muss.
„Viel Wissen ist jetzt in unseren Köpfen. Das müssen wir verarbeiten und über das Öl später unsere Erfahrungen austauschen“, so Vereinschefin Jutta Riedel.
Text/Foto: Gabriele Wetzel
Foto: Doreen Dassler und Erna reisten mit den verschiedenartigsten Wildkräutern in Bernsgrün an.


Hinterlasse einen Kommentar