Haydns „Schöpfung“ erklingt in Greiz und Naumburg

Gemeinsame Aufführungen des Greizer Kantatenchors mit dem Naumburger Domchor

„Die Schöpfung“ von Joseph Haydn zählt zu den „größten Chor-Orchesterwerken, die jemals komponiert wurden“, ist der Greizer Kantor Ralf Stiller überzeugt: „Der Musikstil Oratoriums reicht weit über den Stil seiner Zeit hinaus.“

Darüber können sich Musikfreunde bei den gemeinsamen Aufführungen des Kantatenchors Greiz und des Domchors Naumburg mit der Vogtland Philharmonie und Solisten am 15. September in der Stadtkirche St. Marien zu Greiz und eine Woche später, am 21. September, im Naumburger Dom überzeugen.

Nach der gemeinsamen Aufführung des Mozart-Requiems vor zehn Jahren ist „Die Schöpfung“ die zweite Kooperation des Greizer und des Naumburger Chors. „Die Idee, das chorsinfonische Werk von Haydn gemeinsam aufzuführen, entstand im vorigen Jahr im Gespräch mit meinem Freund und Kollegen KMD Jan-Martin Drafehn, der den Domchor leitet“, sagt Ralf Stiller. Die Proben für die Aufführungen laufen bereits seit Beginn dieses Jahres. Es gab auch bereits zwei Proben zusammen mit den Naumburgern und ab dem 12. September wird täglich gemeinsam mit den Musikern der Vogtland Philharmonie in der Greizer Kirche geprobt.

Bei der Aufführung Oratoriums wirken rund 150 Sänger und Musiker mit. „Die beiden Chöre sind mit je 50 bis 60 Sängerinnen und Sängern vertreten, dazu kommen etwa 40 Orchestermusiker und die Solisten“, rechnet der Greizer Kantor vor. Für ihn selbst ist es eine Premiere, er leitet zum ersten Mal eine Aufführung der „Schöpfung“ von Haydn und hat vor der künstlerischen Herausforderung schon etwas Respekt.. Das anspruchsvolle Werk sei wie „eine Oper ohne Bühnenszenen“ konzipiert und verlange eine gute Stimmbildung der Chorsänger. „Doch über die verfügen sowohl die Greizer als auch Naumburger Sänger“, ist Stiller überzeugt.

Doch die Umsetzung der 1798 komponierten „Schöpfung“ ist nicht nur musikalisch eine Herausforderung. „Darüber hinaus gibt es viele Aspekte zu bedenken, zum Beispiel wie man fahrtechnisch und logistisch zusammenkommt oder wie man bei weit über hundert Mitwirkenden die Bühnenpräsenz technisch umsetzt“, so der Greizer Kantor, der den Aufführungen aber voller Vorfreude entgegen sieht.

Ralf Stiller, der seit 2013 als Kantor in Greiz wirkt, freut sich auch, dass mit Mareike Fischer eine Sängerin als Solisten zu hören sein wird, die ihre Gesangslaufbahn in seinem Kinder- und Jugendchor begann. Wie die Mezzosopranistin stammt auch ein weiterer Solosänger aus Greiz: Der Bassbariton Felix Rohleder gehört seit der Spielzeit 2022/2023 zum Ensemble der Theater Chemnitz. Außerdem sind in Greiz die Sopranistin Clara Sophie Rohleder, der Tenor Florian Neubauer und Jens Goldhardt am Cembalo als Solisten zu erleben

„Die Schöpfung“ von Joseph Haydn erklingt am Sonntag, den 15. September, 17 Uhr in der Stadtkirche Greiz. Tickets für die Aufführung gibt es im Vorverkauf in der Greizer Tourist-Information, in der Buchhandlung „Bücherwurm“ und im Kirchenbüro.

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