Rhönschafe in Apolda als Landschaftspfleger im Einsatz

Seit Mitte August lässt die Stadt Apolda in dieser Saison einen Teil ihrer Grünflächen durch fünfzehn Rhönschafe beweiden, die auf den Flächen in der Schötener Promenade eingesetzt sind.

Gestartet wurde das Pilotprojekt mit Sandra Lippert und ihrem Unternehmen „Landschaftspfleger mit Biss“. Dahinter steht die Überlegung, in sensiblen Bereichen, wie einem Landschaftsschutzgebiet, möglichst emissionsfrei zu arbeiten. Andererseits geben aber auch die drastischen Veränderungen der Rahmenbedingungen Anlass, bestehende Strukturen zu hinterfragen und ggf. anzupassen. Darüber hinaus ist die teilweise Umstellung der Mähtechnik ein erster Schritt zur Zertifizierung mit dem „StadtGrün naturnah“-Label.

Natürlich stellt die Beweidung keine neue Erfindung dar. Nach Jahren des sukzessiven Rückgangs erlebt sie heute eine Renaissance, vor allem wegen des schonenden Umgangs mit Insekten und Kleinsäugern – ein sehr gewichtiger Aspekt vor dem Hintergrund des allgemeinen Artensterbens. So niedlich die Tiere auch sein mögen, gehen sie in erster Linie ihrer ARBEIT nach. Sie sind daher vor allem Arbeits- und keine Schmusetiere und kein Streichelzoo für Alt und Jung. Deshalb bittet die Stadtverwaltung auch darum: Anschauen JA – Anfassen und füttern – NEIN. Auch die Verhaltensregeln für die Schötener Promenade bleiben bestehen.

An dieser Stelle wird ausdrücklich auf den absoluten Leinenzwang für ALLE Hunde verwiesen. Sowohl die Tiere als auch die Weidetechnik sind Eigentum des Unternehmens. Es sind außerdem auch Überwachungskameras eingesetzt, um eventuell zugefügte Schäden an den Tieren oder der Technik auch strafrechtlich verfolgen zu können. Bei Fragen und Problemen können sich Bürger, Besucher und Interessierte an die Besitzerin oder den Kommunalen Service Apolda wenden. Die entsprechenden Kontaktdaten befinden sich vor Ort.

Die Schafe sind auf den Flächen in der Schötener Promenade eingesetzt. (Foto: Stadt Apolda)

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