Erneut Schockanrufe im Eichsfeld und im Kyffhäuserkreis

Falsche Polizeibeamte rufen wieder an

Kyffhäuserkreis (ots). Zu Schockanrufen im Kyffhäuserkreis kam es erneut am 24. Januar.

In einem Fall rief eine unbekannte Person, die sich als Polizeibeamtin ausgab, bei einer 86-jährigen Seniorin an. Die Unbekannte teilte mit, dass die Tochter der Angerufenen einen Verkehrsunfall gehabt hätte und zur Abwendung einer Untersuchungshaft die Geschädigte 60.000 Euro zahlen soll. Die 86-Jährige legte glücklicherweise auf.

Bei einem weiteren Trickbetrugsversuch konnte der falsche Polizeibeamte auf Nachfragen des anvisierten Opfers keine Antwort geben, sodass der 79-Jährige auflegte.

Nordhausen (ots). Auch das Eichsfelder Telefonbuch hatten unbekannte Täter gestern wieder einmal zur Hand.

Gegen 10:30 Uhr meldeten sie sich telefonisch bei einem 74-jährigen Herrn aus Großbodungen. Angeblich hätte die Tochter einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht. Als der Angerufene das Telefon an seine anwesende Ehefrau weiterreichen wollte, beendete der Anrufer sofort das Gespräch.

Fast zeitgleich klingelte bei einem 63-jährigen Mann, ebenfalls aus Großbodungen, das Telefon. Hier meldete sich eine weinerliche weibliche Stimme und gab vor, die Tochter des Angerufenen zu sein. Sie hätte einen Unfall mit einem Radfahrer gehabt. Danach wurde das Gespräch durch einen angeblichen Polizeibeamten weitergeführt. Als der Angerufene angab, sich erst einmal telefonisch bei der Polizei rückzuversichern, erkannten die Anrufer die Zwecklosigkeit ihres Unterfangens und beendeten das Gespräch.

Genauso ging es den Anrufern gegen 10:45 Uhr bei einem 63-jährigen Mann, ebenso aus Großbodungen. Als sich dieser ebenfalls bei der Polizei informieren wollte, wurde sofort das Gespräch beendet.

Gegen 12:20 Uhr wurde der gleiche Trick bei einem 84-Jährigen aus Bickenriede versucht. Auch hier wurde angegeben, dass die Tochter einen Verkehrsunfall verursacht hätte. Sie würde dem Amtsgericht vorgeführt, könnte allerdings bei der Zahlung von mehreren 10.000 Euro „freigekauft“ werden. Der ältere Herr erkannte allerdings den Betrugsversuch und beendete sofort das Gespräch.

Auch in diesem Zusammenhang ergeht hiermit durch die Polizei der Hinweis, niemals „Kautionszahlungen“ vorzunehmen.

Die Polizei weist daraufhin, dass sie niemals „Kautionszahlungen“ einfordern würde. (Foto: Gerd Zeuner)

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