Einsatzkräfte des Kriseninterventionsteams (KIT) Vogtland vor Ort
Mit Bestürzung hat die Landkreisverwaltung des Vogtlandkreises das Tötungsdelikt vernommen, welches sich gestern in Neumark ereignet hat.
Neben den weiteren Ermittlungen der Polizei sowie der Aufklärung der Tat gilt es parallel, den Angehörigen und Bewohnern im Neumarker Ortsteil Schönbach Unterstützung anzubieten. Hierfür stehen die Fachberater des Jugendamtes beispielsweise den betroffenen Kindertageseinrichtungen bereits seit gestern beratend zur Seite.
Zunächst wurde die Gesamtsituation im Informationsaustausch mit der Gemeinde Neumark aufgenommen, insbesondere auch in Bezug auf die aktuelle Situation in der Kita und dem Befinden der pädagogischen Fachkräfte. Mit der Gemeinde wurde sich zudem über Maßnahmen zur Sicherung des Dienstbetriebes der Kita beraten. Für die Leitung der Kita stehen die Fachberater des Jugendamtes ebenfalls zur Verfügung und unterstützen bei Bedarf durch Kontaktvermittlung an fachliche Beratungsstellen.
Die Kreisverwaltung, insbesondere die Stabsstelle Krisenmanagement und Bevölkerungsschutz des Landratsamtes befindet sich in engem Austausch mit dem Rettungszweckverband Südwestsachsen. Dieser organisierte umgehend die fachliche Unterstützung durch das Kriseninterventionsteam (KIT) Vogtland.
Am heutigen Tag, 26. Februar, werden sechs Einsatzkräfte vor Ort sein, um insbesondere die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der betroffenen Kindertagesstätte zu unterstützen.
Das Kriseninterventionsteam, bestehend aus ehrenamtlich tätigen Frauen und Männern unterschiedlichster Berufe und gesellschaftlicher Stellung, ist das ganze Jahr rund um die Uhr einsatzbereit und kann nach Alarmierung durch die Rettungsleitstelle innerhalb kürzester Zeit am Einsatzort sein.
Menschen, die das Gefühl haben, in einer ausweglosen Lebenslage zu sein sollten nicht zögern, sich Hilfe zu suchen. Die Telefonseelsorge ist rund um die Uhr kostenlos erreichbar unter 0800 1110111 und 0800 1110222 sowie online unter www.telefonseelsorge.de.

Die Polizeimeldung vom 25. Februar zu dieser Tragödie:
Ermittlungen wegen eines Tötungsdelikts
Im Vogtland wurden ein 55-Jähriger und zwei Kinder tot aufgefunden.
Seit Dienstagvormittag ist die Polizei im Neumarker Ortsteil Schönbach im Einsatz. Nach einem Zeugenhinweis über den Polizeinotruf wurden in einem Wohnhaus sowie auf dem Grundstück an der Neumarker Straße drei leblose Personen gefunden. Dabei handelt es sich um einen 55-Jährigen sowie um zwei Kinder. Im Wohngrundstück sind zwei Kinder – ein zweijähriges Mädchen und ein fünfjähriger Junge – polizeilich gemeldet. Ob es sich dabei zweifelsfrei um die Opfer handelt, wird derzeit untersucht. Der 55-jährige Deutsche steht im Verdacht, die Kinder und dann sich selbst getötet zu haben. Dabei kamen nach derzeitigem Ermittlungsstand keine Waffen zum Einsatz.
Zu den Hintergründen können derzeit noch keine Angaben gemacht werden. Die kriminalpolizeilichen Ermittlungen dauern an. Weitere Ermittlungsergebnisse sind frühestens am morgigen Tag zu erwarten.
Für den Polizeieinsatz wurden der unmittelbare Nahbereich des Wohnhauses sowie ein Teilstück der Neumarker Straße für mehrere Stunden abgesperrt. Neben den Polizisten des Polizeireviers Auerbach-Klingenthal sind Ermittler und Kriminaltechniker der Kriminalpolizeiinspektion Zwickau, Beamte des Landeskriminalamtes sowie der Bereitschaftspolizei und die Rechtsmedizin vor Ort im Einsatz.

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