Symbolischer Baustart für Wartburgarena

Aus Wartburg-Produktionsstätte wird Heimat des ThSV Eisenach

Infrastrukturminister Steffen Schütz würdigte am Freitag, 23. Mai, den symbolischen Baustart der Wartburgarena in Eisenach: „Geschichtsträchtige und identitätsstiftende Baukultur erfährt endlich Wertschätzung“

In seiner Rede ging Minister Steffen Schütz darauf ein, dass nach Jahrzehnten der Vernachlässigung ein Umdenken stattfindet: „Geschichtsträchtige und identitätsstiftende Baukultur erfährt endlich Wertschätzung und wird neu genutzt. Die multifunktionelle Wartburgarena wird Heimat für die Handballer des ThSV Eisenach, bietet Raum für Schul- und Breitensport, Tagungen, Kongresse, kulturelle Veranstaltungen und vieles mehr“, sagte der Minister Steffen Schütz auf der zukünftigen Baustelle.

Für den Bau sind rund 57 Millionen Euro vorgesehen. Davon konnte die Stadt Eisenach rund 35 Millionen Euro akquirieren – für 31,6 Millionen Euro davon zeichnet das Ministerium für Digitales und Infrastruktur verantwortlich. Sechs Förderinstitutionen von Land, Bund und der Europäischen Union sind beteiligt. Aktuell werden die letzten förderrechtlichen Modalitäten geklärt, dann kann der offizielle Baustart beginnen.

„Es ist ein beispielloses Gemeinschaftswerk, das zeigt, wie wichtig dieser Bau ist und wie viele Menschen und Institutionen an einem Strang ziehen, um hier etwas zu bewegen“, führt Minister Schütz weiter aus.

Das „O1“ genannte Gebäude ist ein typischer Industriebau der 1930er Jahre. Er steht für die Prosperität und den Aufbruch Eisenachs jener Jahre.

„Die historische Bausubstanz, die Fassade und die Gebäudestruktur bleiben erhalten – die neue Multifunktionsarena wird als Haus im Haus gebaut und hinter der historischen Fassade als Neubau errichtet. Der Bau der Wartburgarena würdigt die Geschichte der Stadt und ist zugleich ein neuer Aufbruch“, sagt der Minister abschließend.

Hintergrund:

1896 wurde die „Fahrzeugfabrik Eisenach“ auf diesem Gelände gegründet. Architekt war der Eisenacher Georg Schroeder, seine Nachfahren haben in Eisenach noch immer ein Bauunternehmen. Nach knapp 100jähriger und sehr bewegter Geschichte des Werks lief am 10. April 1991 der letzte Wartburg vom Band. Seit 1995 stehen die Gebäude unter Denkmalschutz.

Die verhüllte Fassade des „O1“ (Foto: Stadt Eisenach)

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