US-Prog-Metal-Band rockt Leipzig

Dream Theater liefern begeisterndes Open-Air-Konzert

Selten hat die Parkbühne im Leipziger Clara-Zetkin-Park ein so eindrucksvolles Konzert erlebt wie am vergangenen Dienstag (15. Juli).

Im Rahmen ihrer „40th Anniversary Tour“ gastierte die US-Prog-Metal-Band Dream Theater in der Messestadt und begeisterte rund 1.500 Metal-Heads. Das Quintett lieferte ein zweistündiges Set vom Feinsten – Open Air und dennoch mit bestem Sound, ohne Vorband und ohne Pause. Auch von einem Regenschauer eine Stunde nach Konzertbeginn ließen sich weder Akteure noch Publikum abschrecken.

Dream Theater am 15. Juli 2025 auf Leipzigs Parkbühne. © Gerd Zeuner

Dream Theater sind seit den 90er Jahren, spätestens seit ihrem Opus magnum „Metroplis Pt. 2: Scenes from a Memory“ aus dem Jahre 1999, so etwas wie das Non plus ultra für den Progressive Metal. Seit 2023 sind sie wieder ihrer ikonischen Besetzung vereint und spielten in dieser auch in Leipzig: John Petrucci (Gitarre), John Myung (Bass), Jordan Rudess (Keyboards), James LaBrie (Gesang) und Mike Portnoy (Drums) lieferten eine beeindruckende Show ab.

 John Petrucci © Gerd Zeuner

Die Musiker stellten unter Beweis, dass sie wahre Virtuosen auf ihren Instrumenten sind. Myung trieb die Band mit irrwitzigen Bassläufen an, die an die von John Entwistle von The Who erinnerten, unterstützt von Portnoy an den Drums, der nach einem zwischenzeitlichen Ausstieg vor zwei in die Band zurückgekehrt ist und entsprechend immer wieder vom Publikum gefeiert wurde, wenn er sich denn hinter seiner eindrucksvollen Schießbude zeigte.

Jordan Rudess und Mike Portnnoy © Gerd Zeuner

Saitenhexer Petrucci und Tastenzauberer Rudess glänzten nicht nur durch berauschende Soli, sondern auch durch präzises Zusammenspiel. Lediglich LaBrie fiel, trotz großer Show und Interaktionen mit den Fans, etwas von der musikalischen Leistung ab, wurde er doch nicht immer den stimmlichen Anforderungen der Songs gerecht.

John Myung © Gerd Zeuner

Die Fans feierten Klassiker der Band wie einige Songs aus „Metropolis Pt. 2“ genauso wie neue Titel wie As I Am und Midnight Messiah und natürlich Pull Me Under, mit dem Dream Theater den Prog-Rock-Himmel betraten und den sie als Zugabe hervorragend performten.

John Myung, James LaBrie (Mi.) und John Petrucci © Gerd Zeuner

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