Inspiration aus Wien und ein seltenes Instrument zum Auftakt
„Wenn die Welt untergeht, ziehe ich nach Wien, dort passiert alles fünfzig Jahre später“, sagte Gustav Mahler fünfzig Jahre bevor er genau dort starb. Entsprechend spielt er mit seiner „Auferstehungssinfonie“ zwar auch erst später, nämlich im neunten Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie eine Rolle.
Wien ist aber dennoch der rote Faden im Saisonauftakt um jeweils 19.30 Uhr an diesem Mittwoch, 17. September, im Neuberinhaus Reichenbach und am Freitag, 19. September, in der Vogtlandhalle Greiz. Denn dass es den Amerikaner Leonard Bernstein einmal nach Wien ziehen und er zu den besten Mahler-Dirigenten zählen würde, konnte er sich wohl selbst nicht vorstellen. Doch der junge Kosmopolit widmete sich mit Candide nach Texten von Voltaire auch der bereits als antiquiert geltenden Operette – die Ouvertüre dazu eröffnet den Konzertabend.
Ein waschechter Wiener steht dann mit Friedrich Gulda auf dem Programm. Sein erklingendes Konzert für Violoncello und Blasorchester bricht gleichermaßen mit sämtlichen Konventionen und enthält neben Elementen österreichischer Volksmusik auch solche der Rockmusik. Der Solist Sergey Malov spielt es auf einem Violoncello da spalla – einem Schultercello, das im Barock-Zeitalter vielseitig eingesetzt und zu Beginn des 21. Jahrhunderts wiederentdeckt wurde.
Für die zum Schluss dargebotene instrumentale Suite aus der Oper Der Rosenkavalier von Richard Strauss war Wien hingegen der Spielort. Der sonst für seine Fortschrittlichkeit gerühmte Komponist huldigt in dem 1911 in Dresden umjubelt uraufgeführte Werk dem Wiener Walzer.
Die Leitung hat Kapellmeister Simon Edelmann. Die Konzerteinführung mit Michael Pauser beginnt um 18:45 Uhr im großen Saal.
Tickets gibt es in der Kultur-Info Reichenbach (Telefon 03765-3259240, tickets.vibus.de) bzw. in der Vogtlandhalle (Telefon 03661-62880) und bei Eventim.


Hinterlasse einen Kommentar