3.500 Euro für den Greizer Ringernachwuchs

Landkreis fördert Talentförderzentrum Ringen

Greiz. Vor dem Bundesligakampf im Ringen der 1. Männermannschaft des RSV Rotation Greiz gegen die Wettkampfgemeinschaft Markneukirchen/Gelenau übergab Landrat Dr. Ulli Schäfer dem Ringersportverein einen Fördermittelscheck in Höhe von 3.500 Euro für die Förderung der Betreuung von talentierten Kindern und Jugendlichen im Talentförderzentrum Ringen des Landkreises Greiz.

„Die Anerkennung und finanzielle Unterstützung der Talentförderzentren erfolgt gemäß der Förderrichtlinie des Landkreises Greiz für Kunst, Kultur, Sport und Denkmalschutz. Es ist mir eine Freude, den Ringersportverein den Bescheid persönlich zu übergeben“, so der Landrat. Aktuell sind im Kreis Greiz sieben Talentförderzentren (Fußball, Handball, Kegeln, Leichtathletik, Schwimmen, Tischtennis und Ringen) anerkannt, in denen rund 300 Mädchen und Jungen von einer Vielzahl von Trainern und Übungsleitern betreut werden.

Im Talentförderzentrum Ringen trainieren derzeit rund 30 Nachwuchsringerinnen und -ringer im Alter von sechs bis 16 Jahren aus der Kreisstadt und dem Umland, die von sechs C-Lizenz-, einem B-Lizenz- und einem A-Lizenztrainern betreut werden. „Da konnten wir dieses Jahr im Verein ganz gut zulegen“, freut sich RSV-Präsident Thomas Fähndrich, der den Fördermittelscheck von Landrat Schäfer entgegennahm. Das Geld werde jedoch nicht nur für die Ausbildung von Nachwuchsübungsleitern verwendet, sondern gehe dahin, „wo es gebraucht wird, für die laufende Kostendeckung wie beispielsweise die Spritkosten für die Auswärtsfahrten“, so der RSV-Chef weiter.

Dass der Trainer der Bundesligamannschaft, Tino Hempel, auch der Leiter des Talentförderzentrums in der Sporthalle An der Eisbahn ist, unterstreicht, wie sehr die Nachwuchsbetreuung dem Greizer Ringersportverein am Herzen liegt. Durch seine intensive Nachwuchsarbeit hat der RSV Rotation Greiz in den letzten Jahren den Grundstein für viele Erfolge gelegt. Einige Sportler, die das Ringer-ABC im Talentförderzentrum erlernt haben, erkämpften Meistertitel und Medaillen auf Landes- und Bundesebene und gehören heute zum Kader der Greizer Bundesligamannschaft, wie beispielsweise Sebastian Wendel, Maximilian Böttger sowie die Brüder Lucas und Maximilian Kahnt. Der aktuell wohl erfolgreichste Sportler aus der Greizer Ringerschule ist der zweifache Deutsche Meister Lucas Kahnt, der dieses Jahr auf Bundesebene den Vizetitel erkämpfte.

Als anerkannter Verein für „Integration durch Sport“ ist dem RSV Rotation Greiz auch die Einbindung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund eine Herzensangelegenheit. Junge Ringer aus fünf Nationen sind im Trainingsbetrieb integriert. „Wir binden jeden ein, der in die Rahmenbedingungen passt und sich an die Grundregeln hält. Dabei spielt es keine Rolle, woher er kommt. Wer sich an die Regeln hält, ist jederzeit willkommen und kann bei uns trainieren“, sagt Thomas Fähndrich und führt als Grundregeln Pünktlichkeit, Fleiß, Ordnung, Sauberkeit und Trainingswille auf.

Landrat Dr. Ulli Schäfer (links) übergibt dem RSV-Präsidenten Thomas Fähndrich den Fördermittelscheck (Foto: Gerd Zeuner)

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