Bilanz der Polizei zum Thüringenderby

Abschlussmeldung zum Polizeieinsatz

Erfurt (ots). Anlässlich des 111. Thüringenderbys zwischen dem FC Rot Weiß Erfurt und dem FC Carl Zeiss Jena führte die Landespolizeiinspektion Erfurt einen umfangreichen polizeilichen Einsatz durch.

Insgesamt waren mehrere hundert Polizistinnen und Polizisten im Einsatz. Das Spiel im Stadion wurde von über 15.000 Zuschauern verfolgt. Mehr als 1.000 Jenaer Fans reisten mit der Bahn an und wurden durch die Erfurter Verkehrsbetriebe zum Stadion befördert. Die Anreise sowie der eingerichtete Shuttleverkehr vom Hauptbahnhof zum Steigerwaldstadion verliefen ohne nennenswerte Vorkommnisse.

Ein Aufeinandertreffen gewaltbereiter Fußballfans konnte erfolgreich verhindert werden. Während des Spiels wurde massiv Pyrotechnik gezündet. Es kam lediglich zu kleineren Zwischenfällen. So wurden vereinzelte Strafanzeigen und Ordnungswidrigkeitenanzeigen, unter anderem wegen Sachbeschädigung sowie Verstößen gegen das Sprengstoff- und Versammlungsgesetz, aufgenommen.

Das Spiel endete 3:1 für den Heimverein. Die Landespolizeiinspektion Erfurt wurde bei der Einsatzbewältigung von Kräften der Thüringer Bereitschaftspolizei, allen Landespolizeiinspektionen sowie der Bundespolizei unterstützt.

Bilanz der Bundespolizei – Rückblick auf bahnseitige Fanan- und -abreisen

Erfurt (ots). Etwa 15.000 Fans verfolgten im Steigerwaldstadion am 28.11.2025 das prestigeträchtige Thüringenderby zwischen der Mannschaft des FC Rot-Weiß Erfurt gegen FC Carl-Zeiss Jena. Traditionell herrscht zwischen den Anhängern beider Vereine eine langjährige Fanfeindschaft. Daher stellte sich die Bundespolizei im Gleichklang mit der Thüringer Landespolizei auf einen gemeinsamen Großeinsatz in Erfurt, sowie auf den straßen- und schienengebundenen Verkehrswegen ein.

Die Trennung der rivalisierenden Fangruppen, vor allem von gewaltbereiten Anhängern, hatte dabei aus gesamtpolizeilicher Sicht höchste Priorität, insbesondere vor dem Hintergrund wechselseitig begangener Straftaten im Vorlauf vergangener Spielpaarungen beider Mannschaften. Zur Sicherstellung einer friedlichen An- und Abreise der bahnreisenden Zuschauer wurde eine polizeiliche Begleitung der Heim- und Gästefans auf der Strecke zwischen dem Erfurter Hauptbahnhof und dem Bahnhof Jena-West durchgeführt. Aber auch andere Streckenabschnitte im Thüringer Schienennetz lagen im polizeilichen Fokus, um Fanüberschneidungen und etwaigen Konflikten frühzeitig begegnen zu können.

Das konsequente Auseinanderdividieren der beiden Fangruppierungen gelang durch einen starken gesamtpolizeilichen Kräfteansatz und abgestimmte verkehrslenkende Maßnahmen mit den Erfurter Stadtwerken.

Der Freitag gilt gemeinhin als reisestarker Tag für den Erfurter Hauptbahnhof. Hinzu kamen an diesem Tag die vielen Einkaufwilligen anlässlich des Black Friday sowie die Besuchenden des Erfurter Weihnachtsmarktes. Mittels Durchsagen und persönlichen Ansprachen wurde versucht, den herkömmlichen Individualverkehr im Bahnhof so wenig wie möglich zu beeinträchtigen.

Insgesamt kamen mehr als 1.700 Fußballinteressierte auf der Schiene in die Landeshauptstadt.

Im Zusammenhang mit diesem Derby werden von der Bundespolizei mehrere Strafanzeigen unter anderem wegen Sachbeschädigung, Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen sowie eine Ordnungswidrigkeit wegen Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz bearbeitet.

Bei der Bewältigung des Einsatzes wurde die verstärkte Bundespolizeiinspektion Erfurt durch die Bundesbereitschaftspolizei, benachbarte Bundespolizeidienststellen sowie vom bundespolizeilichen Flugdienst unterstützt.

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