Schneeverwehung und Fahrzeugbefreiung am Neujahrstag 2026

Erlebnisbericht eines Betroffenen

Wie es so üblich ist, besucht man seine Familie am ersten Tag des neuen Jahres und überbringt die Wünsche für die kommende Zeit. So auch von uns Pausaern, durchgeführt mit dem Ziel Bernsgrün.

Vormittags waren schon einige Verwehungen um den „weißen Stein“, aber es war ein einigermaßen Durchkommen, wenn auch schwierig bergauf. Nach dem Mittagessen machten wir uns gegen 13 Uhr wieder auf dem Heimweg aufgrund der Situation wenige Stunden vorher.

Wir kamen mit Mühe und Hilfe bis auf Höhe der Baumgruppe am „weißen Stein“ durch die teils über 20 cm hohen Schneewehen. Etwas geschützt durch diese entstand eine relativ schneefreie Fahrbahn und wir reihten uns den „gestrandeten“ weiteren 6 Fahrzeugen ein. Es wurde versucht, mittels Schneeschaufeln, welche vorhanden bzw. gebracht wurden, die Fahrbahn zu räumen, gaben aber später auf.

Ein Versuch, die Feuerwehr zu alarmieren, scheiterte am Fehlen der Gefahr für Leib und Leben.

Eine Notfall-Telefonnummer der zuständigen Straßenmeisterei fehlte, war auch im Internet (zum Glück einigermaßen Netzabdeckung) nicht zu finden.

Letzter Versuch war die Polizei welche die zuständigen Meistereien informieren wollte.

Es kamen auch zwei Kameraden der FFW Bernsgrün mit privaten Fahrzeugen vorbei, erkundeten die Lage und kehrten wieder um.

Plötzlich kam hinter uns aus Richtung Bernsgrün ein RTW der Johanniter Unfallhilfe und fuhr sich natürlich ebenfalls fest, drohte sogar in den Seitengraben zu rutschen. Die Besatzung versuchte ihrerseits Hilfe zu organisieren. Herr Schmeißner aus Mehltheuer kam mit seinem Pickup und versuchte PKW sowie den RTW zu befreien, was auch teilweise gelang.

Dann war Blaulicht im Rückspiegel zu erkennen und die Kameraden der FFW Bernsgrün, gefolgt vom Räumdienst, näherten sich mit je 2 Fahrzeugen, es machte sich Erleichterung breit, „endlich“ professionelle Hilfe zu bekommen. Es wurden die Straße beräumt, der RTW befreit und alle PKW mitsamt Insassen konnten ihren unfreiwilligen Stopp teilweise leicht verletzt fortsetzen.

Ein großes Dankeschön an die Kameraden der FFW Bernsgrün um Sven Weiland, die Organisation der Räumung der Straße und die freiwillige Hilfeleistung an einem Feiertag – solch ein Dienst ist nicht genug zu würdigen.

Es ist aber traurig, dass es keinerlei Schneefangzäune in dem bewussten Bereich mehr gibt, wenn bekannt ist dass, dort immer Verwehungen auftreten.

Leider ist man als Privatperson „auf sich allein“ gestellt und muss auf irgendwelche Hilfe warten, die irgendwann kommt, weil andere Stellen die Situationen falsch einschätzen.

Frank Pfeiffer, Pausa

Fotos: Gabriele Wetzel

Eine Antwort zu „Schneeverwehung und Fahrzeugbefreiung am Neujahrstag 2026”.

  1. Schön, dass es sowas noch gibt. Richtigen Winter mit ein bisschen Abenteuer! Auch, wenn das sicher viele nicht verstehen können – ich wäre gern dabei gewesen. 🙂

    Danke an alle Helfer.

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