Neuer Anlauf für Sanierung des Gymnasiums Weida

Landrat Schäfer im Gespräch mit dem Thüringer Infrastrukturministerium

Der Landkreis Greiz unternimmt einen neuen Anlauf zu Sanierung und teilweise Neubau des Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasiums in Weida.

Das nach den beiden aktuell laufenden Maßnahmen – dem Schulcampus Münchenbernsdorf und der Regelschule Bad Köstritz – wichtigste Bauvorhaben ist seit 2023 beim Freistaat Thüringen angemeldet worden, bisher allerdings vergeblich.

Landrat Dr. Ulli Schäfer befindet sich gegenwärtig in Gesprächen mit dem Thüringer Infrastrukturministerium, die er als erfolgversprechend beurteilt. „Wenn wir den ländlichen Raum stärken wollen, dann steht eine gute Bildung für die Kinder und Jugendlichen an erster Stelle. Wir dürfen uns vor allem nicht dazu hinreißen lassen, Schulen gegen Straßen- und Brückenbau, die natürlich auch wichtig sind, auszuspielen“, betont der Landrat.

Im Kreistag hatte die Fraktion IWA/Pro Region/Interessengemeinschaft für Wirtschaft und Arbeit e.V. den Antrag eingebracht, die mit über 21,5 Millionen Euro veranschlagten Investitionen für das Weidaer Gymnasium mit einem Sperrvermerk zu versehen. Einmütig folgte der Kreistag dem Vorschlag der CDU-Fraktion, diesen Antrag in den Fachausschuss für Schulen einzubringen und im ersten Halbjahr darüber zu beraten.

„Das ist ein wichtiges positives Signal für Eltern, die ihre Schüler im Gymnasium Weida anmelden möchten. Vom Schulleiter Herrn Kirbach weiß ich, dass die Nachfrage für Anmeldungen in Weida sehr gut ist und dass mit drei fünften Klassen ins neue Schuljahr gestartet werden kann. Wenn es um die Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises geht, dann stehen attraktive Bildungsangebote an oberster Stelle“, betont der Landrat.

Bisherige Fördermittelanträge aus den Jahren 2023/24 beim Freistaat Thüringen waren mit der Begründung abgelehnt worden, dass landesweit angemeldete Fördermittelanträge das zur Verfügung stehende Budget überstiegen hätten.

Der Landkreis Greiz hat bereits in Planungsleistungen circa 826.600 Euro investiert. Das Projekt für das Dörffelgymnasium sieht unter anderem vor, einen Altbau abzureißen, einen Neubau zu errichten, diesen mit dem dann sanierten Baukörper aus den 1970er Jahren zu verbinden, eine Photovoltaikanlage zu errichten, Elektro, Heizung, Lüftung, Sanitär und Bodenbeläge zu erneuern, zu renovieren und die Außenanlagen zu sanieren.

 © Georg-Samuel-Dörffel-Gymnasium

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