Baubeginn in Rudolstädter Ortsteil an der Rendezvous-Haltestelle „Dreiklang“

Im März starten die Bauarbeiten zum lange geplanten Infrastrukturprojekt im Städtedreieck

Ein wegweisendes Infrastrukturprojekt für das Thüringer Städtedreieck tritt in die entscheidende Phase: Am 2. März 2026 starten die Bauarbeiten für die neue ÖPNV-Verknüpfungsanlage „Dreiklang“ im Rudolstädter Ortsteil Schwarza.

Das Vorhaben zielt darauf ab, die Attraktivität des öffentlichen Nahverkehrs massiv zu steigern und die Fahrplangestaltung zwischen Rudolstadt, Saalfeld und Bad Blankenburg zu optimieren.

Zentraler Knotenpunkt für das Städtedreieck

Die neue Anlage am Kreisverkehr in Schwarza fungiert als strategisches Scharnier im regionalen Verkehrsnetz. Durch die räumliche Bündelung von bis zu drei Buslinien an einem gemeinsamen Haltepunkt – dem sogenannten Rendezvous-Prinzip – werden Umsteigevorgänge vereinfacht und Parallelfahrten reduziert. Dies ist die bauliche Voraussetzung für die Einführung eines effizienten 15- Minuten-Taktes im Stadtbusnetz, wie er im integrierten Stadtentwicklungskonzept ISEK 2030 vorgesehen ist.

Details zur Baumaßnahme und Verkehrsführung

Die Stadt Rudolstadt hat die August Dohrmann GmbH mit der Ausführung der Bauarbeiten beauftragt. Der Realisierungszeitraum erstreckt sich vom 2. März bis zum geplanten Bauende am 31. Juli 2026.

Für die Umsetzung der umfangreichen Arbeiten, die unter anderem die Aufweitung der Fahrbahn an der Bundesstraße 88 umfassen, ist im Bereich der Saalfelder Straße (Hausnummern 1 bis 14) eine Vollsperrung erforderlich. Diese tritt am 2. März in Kraft und wird voraussichtlich bis zum 17. Juli 2026 andauern. Während dieser Zeit wird der Verkehr über die Schwarzburger Straße umgeleitet. Für die Anwohner der betroffenen Grundstücke bleibt der Zugang während der gesamten Bauphase mindestens fußläufig gewährleistet.

Hintergrund und Investition

Die Errichtung der Verknüpfungsstelle erfolgt nach einem umfassenden Planungsprozess, dessen Rechtmäßigkeit Ende 2024 durch das Thüringer Oberverwaltungsgericht bestätigt wurde. Die Gesamtkosten der Maßnahme belaufen sich auf rund 606.000 Euro. Das Projekt wird maßgeblich durch den Freistaat Thüringen im Rahmen des Förderprogramms Kommunale Verkehrsinfrastruktur (KVI) mit einem Fördersatz von ca. 65 % unterstützt. Der Zweckverband ÖPNV Saale-Orla beteiligt sich mit etwa 139.000 Euro. Die Anlage wird vollständig barrierefrei gestaltet und mit modernster Ausstattung wie Sonderborden und einem dynamischen Fahrgastinformationssystem versehen.

Schwarza, Bereich Rendezvoushaltestelle (Foto: Stadt Rudolstadt)

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