Gemeinsam für eine sichere digitale Welt

Innovatives Format: „Digitaler Elternabend“ – eine Live-Stream-Veranstaltung

Gleichstellungsbeauftragte mit Fokus auf Schutz vor digitaler Gewalt zum Safer-Internet-Day

Die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und die Fachstelle für strategische Medienbildung präsentieren ein innovatives Format: den „Digitalen Elternabend“ – eine Live-Stream-Veranstaltung für Eltern und Interessierte, die künftig regelmäßig online stattfindet und auch nachträglich im Netz abrufbar ist. Dieses Angebot soll den sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien stärken und praktische Hilfen für Familien geben.

Die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gera, Catrin Heinrich, besuchte zum Auftakt diese Veranstaltung. Ihr Anliegen: „Internet und Digitales sollen bereichern und nützen. Leider schaden sie auch, wie durch Cybermobbing, digitales Stalking und Diskriminierungen im Netz. Der Elternabend hilft zum Schutz auch vor digitaler Gewalt“, so Heinrich. Sie dankte den und den Diskutanten mit Thüringens Familien-, Gesundheits- und Arbeitsministerin Katharina Schenk, TLM-Direktor Jochen Fasco sowie den Medienpädagogen der Fachstelle und weiterer Institutionen für den Impuls aus und für Gera und Thüringen. „Das war ein nützlicher Austausch und ohne erhobenen Zeigefinder, dafür mit Komfort für digital Zugeschaltete: sie konnten bequem online dabei sein“, so Heinrich. Sie rät zu Medien-Bildungs-Zeit für Erwachsene, auch zusammen mit Kindern, zum Schutz vor Gewalt.

Der erste digitale Elternabend am Safer-Internet-Day fokussierte zentrale Themen wie:

·         Verantwortung in der digitalen Welt: Gemeinsame Verantwortung von Politik, Behörden, Plattformbetreibern, Schulen und Eltern für sichere Online-Erfahrungen.

·         Medienkompetenz als Schlüsselkompetenz: Wie Eltern ihre Kinder im kritischen Umgang mit digitalen Medien stärken können.

·         Regulierung und Verbraucherschutz: Notwendigkeit klarer Rahmenbedingungen für soziale Plattformen und KI-Systeme.

·         Datenschutz und KI-Systeme: Hinweise auf datenschutzkonforme Alternativen, z.B. Mistral aus Frankreich, im Vergleich zu Anbietern wie Meta AI.

·         Selbstfürsorge und Medienpause: Tipps für Eltern, regelmäßig „Detox-Tage“ einzulegen und die eigene Mediennutzung zu reflektieren.

·         Medienbildung in Schule und Familie: Frühzeitige Vermittlung von Medienkompetenz und aktive Elternbeteiligung.

Transparente Bürgerinformation im Zeitalter von Fake News

Anlässlich dieser Themen engagiert sich die Stadt Gera ebenfalls für einen sicheren, verantwortungsvollen Umgang mit digitalen Medien. Die Pressesprecherin der Stadt, Frau Claudia Steinhäußer, begleitete den Auftakt des digitalen Elternabend, um das Bewusstsein für Fake News, Transparenz in der Behördenarbeit und den verantwortungsvollen Einsatz moderner Kommunikationskanäle zu fokussieren. „In einer Zeit, in der Informationen im Netz im Sekundentakt verbreitet werden, ist es wichtiger denn je, Fakten von Fiktion zu unterscheiden. Gerade für Eltern und Kinder ist es entscheidend zu wissen, wie sie echte von gefälschten Nachrichten unterscheiden können. Wir wollen aufklären, wie man Quellen überprüft und worauf man bei vermeintlichen Nachrichten achten sollte.“ Eltern können die Echtheit von Informationen aus der Stadtverwaltung durch offizielle Kanäle prüfen. Die Website, die Social-Media-Profile der Stadt Gera und direkte Ansprechpartner seien stets verifiziert, so die Pressesprecherin weiter. „Wir empfehlen, bei Unsicherheiten Kontakt mit unseren offiziellen Stellen aufzunehmen und auf Quellenangaben zu achten.“

Prominente Diskussionsteilnehmerinnen und -teilnehmer

Unter den Gästen und Referentinnen waren unter anderem

·         Katharina Schenk, Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie: Familien sollten den „Dopaminkick nicht nur über soziale Medien“ sich holen, da sollte es immer auch noch andere Dinge im Leben geben, die Freude machen und zu einem gesunden Wohlbefinden weg vom Bildschirm beitragen.

·         Jochen Fasco, Direktor der Thüringer Landesmedienanstalt: Medien und KI verstehen lernen bedeutet auch: „Wem traue ich, wo lese ich nach?“, sonst könnte es sein „am Ende sind wir nicht mehr nur Kunden, sondern das Essen auf dem Tisch der großen Anbieter von KI und Social Media.“ Und Europa sollte diesen auch klar machen: „Ihr wollt hier eure Produkte verkaufen, dann folgt unseren Regeln.“

·         Andrea Bätzig sowie weitere Medienpädagoginnen: „Eltern sollten selbst kompetent im Umgang mit Medien sein und dieses Wissen aktiv an ihre Kinder weitergeben.“

Unterstützung von Fachkräften für Familien

Die Fachstelle für strategische Medienbildung sowie die Thüringer Landesmedienanstalt bieten kontinuierlich Beratung, praktische Tipps und Hilfestellungen an, um Eltern, Pädagoginnen und Pädagogen im digitalen Alltag zu stärken. Es werden alle Familien ermutigt, offene Gespräche zu führen, regelmäßig „Detox-Tage“ einzulegen und die Angebote der monatlichen digitalen Elternabende wahrzunehmen. Nächster digitaler Elternabend: Donnerstag, 18. März 2026, 19 – 20 Uhr; anmelden online über die Fachstelle für strategische Medienbildung Thüringen

Links:

  • Fachstelle für strategische Medienbildung: Start – Fachstelle Medienbildung
  • Anlaufstellen bei Partnerschafts- und innerfamilärer Gewalt, auch bei digitalem Stalking und digitaler Gewalt: www.handle-jetzt.de
  • Polizei: 110
  • Materialien zu Medienkompetenz, Rolle von Gender und Identität in Medien: bpb Bundeszentrale für politische Bildung, Standort in Gera-Arcaden; www.pbp.de
  • Partnerschafts- und häusliche Gewalt für Frauen als Betroffene, bundesweit 24/7 und in 18 Sprachen: Hilfetelefon 116 016
Auf dem Foto von links: Dr. Ronny Krug, Leiter des Radio SRB; Catrin Heinrich, Gleichstellungsbeauftragte Gera; Katharina Schenk, Thüringer Ministerin für Soziales, Gesundheit, Arbeit und Familie; Angelika Bohn (vorn, Journalistin, Moderatorin), Jochen Fasco, Direktor Thüringer Landesmedienanstalt; Claudia Steinhäußer, Pressesprecherin Stadtverwaltung Gera; Andrea Bätzig, Koordinatorin der Fachstelle; Silvio Müller, freier Medienpädagoge. (Foto: Niklas König)

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