Zerrissene Welterfolge im 6. Sinfoniekonzert
Am Mittwoch, 25. Februar, im Neuberinhaus Reichenbach und am Freitag, 27. Februar, in der Vogtlandhalle Greiz stehen um jeweils 19.30 Uhr mit Peter Iljitsch Tschaikowsky und Sergej Rachmaninow zwei Komponisten auf dem Programm, die es in exzellenter Weise geschafft haben, Schwermut, tiefe Lebens- und Schaffenskrisen sowie all das Negative um sich herum in künstlerische Produktivität zu wandeln.
In seinem Violinkonzert D-Dur verarbeitete Tschaikowsky viele Facetten seines Gemütszustandes. Die Ehe zu einer Frau ging er nur aus gesellschaftlicher Pflichterfüllung ein und löste sie auf Grund seiner Homosexualität schon nach sechs Wochen wieder. Zur Uraufführung in Wien 1881 schrieb der Musikkritiker Eduard Hanslick unverständlicher Weise, es gäbe nun „auch Musikstücke […], die man stinken hört“.
Auch Sergej Rachmaninow plagten seelische Verwerfungen als seine erste Sinfonie 1897 von César Cui regelrecht niedergemacht wurde und nur für einen Konzertsaal in der Hölle beauftragt wurde sein konnte. Nach Jahren erst traute er sich an die am Abend gespielte 2. Sinfonie, die dann ein großer Erfolg wurde.
Den Taktstock führt der ehemalige Chefdirigent der Vogtland Philharmonie, Dorian Keilhack. Die Solovioline spielt dabei seine Tochter Alma Vivienne Keilhack. Die Konzerteinführungen mit Michael Pauser finden wie gewohnt ab 18.45 Uhr im großen Saal statt.
Karten gibt es in der Kultur-Info Reichenbach (Telefon 03765-3259240, tickets.vibus.de) bzw. in der Vogtlandhalle (Telefon 03661-62880) sowie in vielen weiteren Vorverkaufsstellen und bei Eventim.
Das zum Konzert kostenlos erhältliche Programmheft steht unter auf v-ph.de/sk-heft schon digital zur Verfügung.




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