Vogtland Philharmonie spielt Komposition aus der Irrenanstalt

Werke von Komponisten, die in die Psychiatrie kamen

Neues, Unerhörtes und nicht gut Angekommenes gibt’s im 7. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie.

Am Mittwoch, 18. März, im Neuberinhaus Reichenbach und am Freitag, 20. März, in der Vogtlandhalle Greiz spielt die Vogtland Philharmonie um jeweils 19:30 Uhr ihr 7. Sinfoniekonzert. Erneut steht der junge Pianist Jospeh Moog im Mittelpunkt des Konzertes. Er wurde schon mehrfach vom vogtländischen Publikum mit überbordendem Applaus bedacht und tritt diesmal als Solist zu Franz Liszts 1. Klavierkonzert. Mehr als 20 Jahre dauerte die Vollendung des Stückes, da Liszt vor seiner Komponistenkarriere dank seiner Virtuosität als Pianist in Europa Popstar-Status erlangte.

Eingeleitet wird der Abend mit Robert Schumanns Ouvertüre aus dem dramatischen Gedicht Manfred von Lord Byron und wollte damit „etwas ganz Neues und Unerhörtes“ schaffen.

Im zweiten Teil steht die 1. Sinfonie von Hans Rott auf dem Programm. Auch der jung verstorbene Bruckner-Schüler und glühende Wagner-Verehrer schuf damit etwas Neues. Allerdings brachten die negativen Beurteilungen den psychisch labilen Komponisten, den später selbst Mahler in seinen Sinfonien kopierte, in die Irrenanstalt. Auch Schumann trieb es später in die Psychiatrie. Liszt dagegen wollte Priester werden, fühlte sich dann aber von den Damen der Adelshäuser stärker inspiriert.

Mehr zu diesen und anderen skurrilen Details gibt es im kostenlosen Programmheft zum Konzert (digital auch unter v-ph.de/medien) und in der Konzerteinführung mit Michael Pauser um jeweils 18:45 Uhr.

Karten gibt es in der Kultur-Info Reichenbach (Telefon 03765-3259240, tickets.vibus.de) bzw. in der Vogtlandhalle (Telefon 03661-62880) sowie in vielen weiteren Vorverkaufsstellen und bei Eventim.

Joseph Moog (Foto: Thommy Mardo)

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