Großbrand in Zeulenroda – Landkreis prüft Maßnahmen gegen Betreiber der betroffenen Anlage

Updates zum Brand der Recyclinganlage

Update 20. März, 11.16 Uhr:
Die Warnung ist aufgehoben. Für die Bewohner im betroffenen Gebiet besteht keine Gefahr mehr durch Brandgase. (Quelle: NINA-App) 
Der Einsatz am Brandort dauert wie beschrieben an.

Update 20. März, 8:58 Uhr:

Die Warnung besteht weiterhin, allerdings konnte die Brandgas-Gefahrenzone minimiert werden. Eine angepasste Karte erging um 7.08 unter anderem über die NINA-App. Laut Kreisbrandinspektor hat sich die Einsatzleitung heute Nacht dazu entschieden, einen Schwerschaumteppich auf den Brandherd bzw. die Glutnester zu legen. Das habe Wirkung gezeigt, sodass der Schaumauftrag gegen 5 Uhr erneut erfolgte. Damit wird die Rauchausbreitung eingedämmt und der Brandherd quasi erstickt.

Das betroffene Unternehmen wurde beauflagt, mehr Räumtechnik zu organisieren, sodass ein gezielteres Aufarbeiten des Recyclingberges stattfinden und dieser nach und nach umgewälzt werden kann.

Foto: Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda

Meldung 20. März, 8:36 Uhr:

Aufgrund zahlreicher Nachfragen stellt das Landratsamt Greiz klar, dass die seit Mittwoch brennende Anlage in Zeulenroda-Triebes weder im Eigentum des Landkreises Greiz noch seiner Entsorgungsgesellschaft („Umwelt“ Entsorgungs- und Straßenservice GmbH) steht und auch nicht vom Abfallwirtschaftszweckverband Ostthüringen betrieben wird.
Zwischen der betroffenen Anlage und der vom Landkreis getragenen Umwelt GmbH besteht keinerlei Zusammenhang.
Das Landratsamt dankt allen, überwiegend ehrenamtlichen, Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz zur Brandbekämpfung und zur Begrenzung der Auswirkungen auf Bevölkerung und Wirtschaft.
Zugleich werden mögliche Maßnahmen gegenüber dem Betreiber der betroffenen Anlage geprüft.

19. März, 21.29 Uhr:
Laut Information der unteren Wasserbehörde des Landkreises kann es aufgrund des Großbrandes in Zeulenroda-Triebes zu Verunreinigungen der Gewässer Triebes und Weida sowie im weiteren Verlauf der Weißen Elster kommen. Gemeingebrauch und Gewässerbenutzungen können dadurch beeinträchtigt werden. Morgen werden weitere Beprobungen erfolgen.

19. März, 14.33 Uhr:
Die Warnung bleibt weiter bestehen. Eine Wasser- und Rauchprobe ist zur Analyse nach Leipzig gebracht worden, um herauszustellen, ob sich im Brandrauch oder Löschwasser eventuell Giftstoffe befinden. Die über 3000 Quadratmeter große Brandstelle wird aktuell mit Baggern auseinandergezogen, was zur Erhöhung der Rauchbelästigung insbesondere in der Ortslage Zeulenroda führt. Vor ca. 3 Stunden hatte die Zeulenroda-Triebeser Bürgermeisterin entschieden, dass die Schulen und Kindertagesstätten nach eigenem Ermessen schließen können. Der Landkreis Greiz hat dasselbe für die Schulen in seiner Trägerschaft im betroffenen Gebiet verfügt. Auch die Firmen im direkten Umfeld des Brandgeschehens sind geschlossen. Die Einsatzleitung rechnet, dass die Löscharbeiten noch bis mindestens morgen früh andauern. Über das Thüringer Landesverwaltungsamt ist zudem der Löschzug Wasser aus dem Saale-Orla-Kreis angefordert worden, der die Einsatzkräfte vor Ort unterstützen soll. 

Foto: Stützpunktfeuerwehr Zeulenroda

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