Musikalische Andacht, Wanderung und Konzert am 29. März
Mit einer musikalischen Andacht mit dem Tautendorfer Posaunenchor wird am Sonntag, den 29. März, um 13 Uhr hinter der Schule in Ottendorf die Saisoneröffnung für den Tälerpilgerweg gefeiert.
Im Anschluss startet eine gemeinsame Pilgerwanderung durch den Heischbachsgrund nach Lippersdorf über fünf oder sieben Kilometer. Nach dem Kaffeetrinken schließt sich gegen 16.45 Uhr ein Konzert mit dem Vocalensemble „Klangheimlich“ in der Kirche Lippersdorf an. Für die Rückfahrt gibt es einen Shuttle-Service. Der Tälerpilgerweg ist ein 50 Kilometer langer Rundweg im Saale-Holzland- und Saale-Orla-Kreis, eingestuft als „regionaler Thüringer Qualitätswanderweg“. Die in den Pilgerweg eingebundenen sieben Dorfkirchen sind mit Beginn der Pilgersaison mindestens an den Wochenenden geöffnet, hier liegen auch Flyer und Landkarten über den genauen Wegeverlauf aus. Es gibt Rundwanderungen, so dass man immer am Ausgangspunkt ankommt. Weitere Informationen: www.tälerpilgerweg.de.
„Die Eintragungen in den Gästebüchern machen deutlich, dass der Weg von Pilgern weit über die thüringischen Landesgrenzen genutzt wird. Pilger sind ganz unterschiedlich unterwegs – manche allein, manche zu zweit oder gemeinsam in der Gruppe, individuell oder bei geführten Touren, zu Fuß oder mit Fahrrad. Die hübschen Dorfkirchen am Weg werden als Orte der Stille und des Gebetes von vielen Menschen angenommen“, berichtet Friedbert Reinert, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates Tröbnitz und Initiator des Pilgerweges. „Die Menschen sollen unsere schönen Dörfer und die kleinen Kirchen inmitten traumhafter Landschaft für sich entdecken, der Hektik des Alltages entfliehen und Neues für ihr Leben erfahren können“, erklärt er das Anliegen.
Seit nunmehr 13 Jahren sind Pilger auf dem rund 50 Kilometer langen Rundweg zwischen Tröbnitz – Trockenborn Wolfersdorf – Pillingsdorf – Renthendorf und Lippersdorf unterwegs, um zur Ruhe und inneren Einkehr zu finden. Das Besondere an diesem Weg sind ganz unterschiedliche Pilgerkirchen, die für jeden Besucher offenstehen und ihn einladen einzukehren. Jede dieser Kirchen hat etwas ganz Persönliches zu bieten: Da gibt es zum Beispiel die Kunstkirche in Gneus mit einer jährlich wechselnden Ausstellung, den Bibelgarten an der Tröbnitzer Kirche, die Musikkirche in Stanau oder eine Familienkirche in Renthendorf mit der aufwendig gestalteten Ausstellung einer biblischen Geschichte.
Unterschiedliche Themen begleiten die Pilger von Kirche zu Kirche. Es geht dabei um die Wahrnehmung von Gottes Schöpfung mit allen Sinnen. So möchte der Weg der Wurzeln und Bäume auf unsere Verwurzelung im Leben hinweisen, ein Abschnitt des Wassers zum Nachdenken über unsere Lebensquellen anregen oder der Weg der Steine auf beschwerliche Lebensabschnitte aufmerksam machen. Rastplätze an schönen Wegpunkten laden ebenso zum Verweilen ein wie ein Besuch des „Brehm Museum“ in Renthendorf oder das Wasserschloss in Wolfersdorf.
Verschiedene Aktionen und Veranstaltungen der „Projektgruppe Pilgerweg“ sind sehr beliebt. So fand im vergangenen Jahr erstmalig ein „Sommerpilgern“ statt: An zwölf Sonntagen gab es jeweils eine Andacht verbunden mit einer Rundwanderung von unterschiedlichen Orten aus. Bis zu 50 Teilnehmer machten sich gemeinsam auf den Weg getreu dem Pilgermotto: „Der Weg ist das Ziel“. Auch ein gemeinsames Pilgerwochenende mit zwei Übernachtungen wurde von der Projektgruppe angeboten.
Hintergrund:
Die Initiative „Tälerpilgerweg“ startete im Herbst 2011 unter dem Dach der evangelischen Kirchengemeinde Tröbnitz, um Landschaft, die zum Großteil renovierten Dorfkirchen und historische Gegebenheiten mittels eines Pilgerweges zu verbinden. Als Partner fanden sich alle evangelischen Kirchengemeinden auf dem Gebiet des Pilgerweges, Wander-, Heimat-, Museums- und Kunstvereine, der Tourismusverband Saaleland, der CVJM, der Brehm Förderkreis, kommunale Gemeinden und der Evangelische Kirchenkreis Eisenberg. Auch Bürgermeister, Gaststätten- und Pensionsbesitzer sowie weitere Einzelpersonen waren einbezogen.
Der Tälerpilgerweg ist ein Rundwanderweg zwischen Neustadt, Triptis und Stadtroda von etwa 50 Kilometern in landschaftlich reizvoller Gegend. Die eingebundenen sieben Dorfkirchen laden ein zu Stille und Gebet. Der Pilgerweg ist an einem Wochenende mit zwei Übernachtungen zu laufen, auf der Internetseite werden auch einzelne Wegstrecken sowie Tages- und Halbtages-Touren vorgeschlagen. Jeder Wegabschnitt steht unter einem konkreten Thema, zum Beispiel Weg der Steine, des Wassers, der Bäume und Wurzeln. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören Naturschönheiten wie alte Bäume, Aussichtspunkte, ein Natur-Lehrpfad, Naturschutzgebiete und ein Tiergehege; historische Besonderheiten wie das Schloss „Fröhliche Wiederkunft“ in Wolfersdorf, das Brehm Museum in Renthendorf, Türme, Grenzsteine, Grabstätten, ein Pechofen und die Wüstung Nassa; zudem ein Bibelgarten, ein Labyrinth, ein „Dorf ohne Spatzen“ und das Waldbad „Herzog Ernst“. Der Tälerpilgerweg kann auch per Geocaching erkundet werden (www.Geocaching.com).


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