„In Bewegung bleiben – wir machen Druck“ im Greizer Krankenhaus

Ausstellung zeigt künstlerische Arbeiten von Schülern des Ulf-Merbold-Gymnasiums

Greiz. Die aktuelle Ausstellung in der Magistrale des Kreiskrankenhauses Greiz zeigt 70 künstlerische Arbeiten von Schülern des Ulf-Merbold-Gymnasiums. Die Siebdrucke, Präge- und Tiefdrucke, Linolschnitte, Zeichnungen sowie Farbarbeiten in Pastell, Tempera und Collagen entstanden während eines Kurses in der AG Bildende Kunst. Zu sehen sind auch neun Siebdrucke des Greizer Künstlers Michael Krause, der den Kurs leitete.

Der Titel der Ausstellung „In Bewegung bleiben – wir machen Druck!“ ist durchaus doppeldeutig zu verstehen. „Bewegung ist das Grundelement des Lebens, sonst enden wir in der Starre“, so AG-Leiterin Heike Seifert zur Eröffnung. Und Bewegung spiele beim Drucken eine große Rolle. „Wir wollen den Begriff des Druckmachens nicht negativ, sondern positiv auffassen. Gute Ideen werden geboren und im Druckstock durch gezielte Bewegungen als Ausgangspunkt für eine Vervielfältigung genutzt“, so die Kunsterzieherin weiter.

Die nun gezeigten Ergebnisse sind so vielfältig wie die Fantasie der jungen Künstler unerschöpflich ist. So thematisiert Clara Schramm in ihrem Linolschnitt „Ikarus“ die griechische Sage des Jungen, der den Ratschlag seines Vaters missachtet und der Sonne zu nahe kommt. Elise Brandt stellte zur Ausstellungseröffnung die farbefrohen Collagen „Being young 2023“ vor, in denen sich die Zwölftklässler mit ihren Empfindungen des Jungseins auseinandersetzen. Von Schülern der 8. Klasse sind Exlibris zu sehen, von jungen Künstlern aus der 7. Klasse sind Tiefdrucke ausgestellt. Sechstklässler haben ihre Motive auf geschöpften Papier gedruckt, so dass man auch die Technik des Prägedrucks sehen kann. Farblich bunt daher kommen dagegen die Landschaften und Stillleben der jungen Künstler. Und es machen Comic-Helden Druck gegen soziale Probleme, wie vier Arbeiten aus der 6. Klasse zeigen. In diesen wird zum Beispiel das Thema Gewalt in der Familie thematisiert.

„Wir sehen hier, was Schule wirklich ausmacht“, so der Leiter des Gymnasiums, Jens Dietzsch, über die Ausstellung: „Neben Deutsch, Mathematik, den Naturwissenschaften und den Fremdsprachen ist für die Entwicklung von Menschen auch die künstlerische Seite ganz wichtig.“ Gerade die bildnerische Kunst sei eine elementare Möglichkeit für junge Leute, sich ausdrücken zu können. „Wie ihr eure Ideen und Überlegungen umgesetzt habt, ist ganz große Klasse. Ich ziehe meinen Hut vor euren Leistungen“, so der Schulleiter zu den jungen Künstlern.

Hier meine Impressionen von der Ausstellungseröffnung:

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