Wenn die Kirche zum Theater wird … – Diskussion in Greiz

„Wie verändert sich Kirche?“ – Offener Gesprächsabend

Zukunftslösungen für ungenutzte Kirchen werden diskutiert

Die Umnutzung von Kirchen steht an diesem Donnerstag (16. April, 19 Uhr) in Greiz in der Aubachtaler Kirche im Mittelpunkt. Die Kirche hatte in der Gebäudekonzeption des Kirchenkreises Greiz keine Funktion mehr und wurde verkauft.

Da sie schon als Spielstätte des Greizer Theaterherbstes fungierte, wollen die Käufer das Gebäude zu einer vorwiegend kulturell genutzten Spielstätte ausbauen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe der Ökumenischen Akademie Ostthüringen über das Inszenieren, Konservieren und Transformieren von Kirchenräumen zum Thema „Wie verändert sich Kirche?“. Die Veranstaltungen werden auch auf YouTube dokumentiert: https://www.youtube.com/playlist?list=PLIzEh62zMn6n_eYvmlC_pgi9IPEXXCZu3.

Die Ankündigung von Akademie-Leiter Dr. Frank Hiddemann: „Ist die Kirche eigentlich gerettet, wenn sie ein Theater wird? Darüber diskutieren ein Kirchenretter und ein Akteur der Kulturszene, der auch Kirchen bespielt. Was bleibt Kirche bei der Aubachtal-Kirche? Und was verändert oder erneuert sich? Das Projekt in Greiz steht ganz am Anfang, und wir nehmen das zum Anlass mitzudenken. Prägt die Atmosphäre des Kirchenraums auch die kulturelle Praxis? Ist das ein Vorteil oder ein Nachteil für die Kulturschaffenden? Unser zweites Kirchengebäude-Symposion im Kirchenkreis Greiz spricht über Euphorie, Pragmatik und Trauer bei der Sakralraum-Transformation“.

Es geben Impulse und diskutieren: Albrecht Lindemann, EKD-Synodaler, Pfarrer der Kirche St. Bartholomäi in Zerbst und Kirchenretter, und Janek Müller, Theater-Regisseur, Kulturmanager (Haus der Kulturen der Welt in Berlin, Kunstfest Weimar), Leiter der Bad Frankenhausener Festspiele, ehemaliger Regisseur des Theaterherbstes Greiz und Vertreter der Sicht eines Kulturschaffenden auf Kirchengebäude. „Rechercheur“ ist Elric Popp als einer der neuen Kirchenbesitzer, Moderator ist Pfarrer Dr. Frank Hiddemann und das Stehtisch-Interview macht Marcus Nitschke, Geschäftsführer des Architekturbüros D:4.

Die Veranstaltungsreihe thematisiert den Widerspruch zwischen der Meinung der Haushalter „Es gibt zu viele Kirchen“ und der Anwohner „Unsere Kirche bleibt im Ort“. Diskutiert werden Zwischenlösungen oder Veränderungen der Nutzung, in der Uni-Sprache „Sakralraumtransformation“ genannt. Durch jeden Abend führt als Rechercheur jemand, dessen persönliches Interesse berührt ist. Ein Moderator achtet auf die Balance der Stimmen.

Zuerst ging es um die Kreuzkirche Zeulenroda, die mit dem Viva-Kulturforum bereits erfolgreich umgenutzt wird. Bei der Aubachtaler Kirche steht eine Kirche im Stadium der Transformation im Mittelpunkt und beim nächsten Themenabend am 21. Mai um 19 Uhr in der Gottesackerkirche in Greiz geht es um eine Kirche, für die gerade erst die Ideenfindung beginnt.

Termin: 16. April (Do), 19 Uhr, Greiz, Aubachtal-Kirche: „Wie verändert sich Kirche?“ – Offener Gesprächsabend über die vielfältige Nutzung von Kirchenräumen

Blick von der Empore in das Kirchenschiff (Foto: Gerd Zeuner)

Weitere Informationen im Internet: www.oekumenische-akademie-ostthueringen.de

Eine Antwort zu „Wenn die Kirche zum Theater wird … – Diskussion in Greiz“

  1. Wenn es den Räumen entspricht, kann wohl auch ab und zu ein Theaterstück in alten Kirchen aufgeführt werden.
    Aber man sollte nie vergessen, in welchen Geiste diese Gebäude errichtet wurden.

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