Die Städtischen Museen locken bei freiem Eintritt am 17. Mai mit tollen Angeboten
Die Städtischen Museen Gera beteiligen sich auch in diesem Jahr am Internationalen Museumstag und rücken damit ihre wichtige gesellschaftliche Rolle in den Mittelpunkt. Museen sind unverzichtbare Orte des kulturellen Austauschs. Sie bewahren und präsentieren wertvolle Kulturgüter und fördern weltweit Verständigung, Toleranz und Vielfalt. Seit Einführung im Jahr 1978 wird der Internationale Museumstag jährlich begangen; 2025 besuchten 60 000 Menschen die fünf Museumsstandorte in Gera.
Alle Besucherinnen und Besucher erwarten bei freiem Eintritt ein vielfältiges Programm mit besonderen Angeboten, Aktionen und Einblicken.
Museum für Naturkunde: Die Eröffnung des Internationalen Museumstags in Gera findet in diesem Jahr um 11 Uhr im Museum für Naturkunde statt. Nach einer Begrüßung durch Oberbürgermeister Kurt Dannenberg und Kulturamtsleiter Felix Eckerle öffnen sich die Türen zur neuen Präsentation „Mineralogische Glanzstücke aus dem Kuhbergbruch Neumühle in Thüringen“ und der neuen Kabinettausstellung „Lithium – Das weltweit begehrte weiße Gold“. Des Weiteren lädt von 11 bis 15 Uhr eine Mineralien- und Fossilienbörse zum Kaufen, Tauschen und Staunen mit Mitgliedern der Geraer Mineralien- und Fossilienfreunde ein. Um 13:30 und 15:30 Uhr finden Dachbodenführung mit einem Blick hinter die Kulissen statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um telefonische Voranmeldung unter 0365 / 52003. Neben den Dauerausstellungen zu Ostthüringen als Landschaftraum sowie den Präsentationen zur Mineralienkunde erwartet die Besucherinnen und Besucher die Sonderausstellung „Tiere der Nacht“.
Stadtmuseum: Über zwei Etagen erstreckt sich die Dauerausstellung und beleuchtet die Geschichte der Stadt von der Frühzeit bis in die Gegenwart. Ergänzend dazu werden zwei Sonderausstellung präsentiert: „Das waren die 80er! Gera im letzten Jahrzehnt der DDR“ sowie „Filmstar Gera. Die Stadt als Kulisse“. Zusätzlich werden zwei Führung angeboten: Um 11 Uhr durch die Ausstellung „Das waren die 80er!“ und um 16 Uhr durch „Filmstar Gera“. Für die Teilnahme an den Führungen wird um vorherige Anmeldung gebeten (Telefon 0365 / 8381475 oder stadtmuseum@gera.de).
Museum für Angewandte Kunst: Im Museum für Angewandte Kunst Gera ergänzen die Kabinettausstellung „Paul Helmut Becker – Gebrauchsgrafik zwischen Tradition und Wirtschaftspolitik der DDR“ und die Ausstellung „Zwischen Abenteuerlust und Hirtenlied“ die Dauerausstellung zu Art déco und Funktionalismus. Um 11:45 Uhr lesen Dr. Renate Luckner-Bien und Prof. Alena Fürnberg aus „Gertraud Möhwald – Bildhauer will ich unbedingt werden“. Anschließend folgt um 13 Uhr eine Führung zur Keramik in der Dauerausstellung, bevor um 14 Uhr eine weitere Führung durch die neue Kabinettausstellung angeboten wird.
Orangerie: Die Ausstellung „Otto Dix – Trau deinen Augen“ in der Orangerie eröffnet einen eindrucksvollen Einblick in die Gedankenwelt und das vielschichtige Schaffen des ebenso leidenschaftlichen wie widersprüchlichen Jahrhundertmalers Otto Dix. Im Mittelpavillon wird zudem die Sonderausstellung „Bravo Gera! 100 Jahre tänzerischer Aufbruch“ präsentiert. Um 14 Uhr führt Kurator und Kulturamtsleiter Felix Eckerle durch die Ausstellung und gibt spannende Einblicke, wie Yvonne Georgie die Entwicklungen des modernen Ausdruckstanzes nach Gera brachte und für Furore sorgte.
Otto-Dix-Haus: Das Geburtshaus von Otto Dix lädt neben dem Besuch der kleinen Dauerausstellung „Wie alles begann“ mit Werken aus der Kinder- und Jugendzeit des Weltkünstlers auch zur Sonderausstellung „Wie Hund und Katze“ ein, die sich dem Thema Tiere in der Kunst widmet. Um 15 Uhr findet eine Führung durch die Sonderausstellung statt. Um 17 Uhr folgt eine Lesung der Lyrikerin Annerose Kirchner unter dem Titel „Tiergeschichten“.
Museumshöhler: Die Geraer Bierlagerstätten, die sogenannten Höhler, entstanden überwiegend im 16. und 17. Jahrhundert. Wie ein unterirdisches Labyrinth breiten sich die bis zehn Meter tiefen Keller unter der Geraer Altstadt aus. Zehn Höhler wurden durch Mauerdurchbrüche miteinander verbunden und können seitdem bei Führungen besichtigt werden. Die Darstellung der verschiedenen Nutzungsarten – als Bierlager, später als Kohlenkeller, Abfallhalden oder Luftschutzkeller – lassen die Geschichte der Höhler lebendig werden. Um 14 Uhr findet eine öffentliche Führung statt. Um eine telefonische Voranmeldung unter 0365 / 52003 wird gebeten.
Alle städtischen Museen sind am Sonntag, den 17. Mai 2026, von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.


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