Russische Nobelpreisträgerin kommt nach Zwickau

Irina Scherbakowa liest aus ihrem Buch „Der Schlüssel würde noch passen“

Irina Scherbakowa ist eine der bekanntesten russischen Oppositionellen. Sie hat die Menschenrechts-Organisation „Memorial“ mitbegründet, die 2022 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hat Scherbakowa ihr Heimatland verlassen. Am 7. März 2022 verließ sie Russland und ging zunächst nach Israel. Seit Juli 2022 lebt sie in Deutschland, wo sie ihre Arbeit mit Memorial im Exil fortsetzt. Nach wie vor kämpft Irina Scherbakowa gegen die Unterdrückung in ihrer Heimat und erklärt in ihren Büchern, wie es soweit kommen konnte.

In ihrem autobiografischen Werk „Der Schlüssel würde noch passen“ thematisiert Scherbakowa die Jahre der Perestroika und die politischen Umbrüche in Russland. Sie berichtet von der Zeit des politischen Aufbruchs und der ungewohnten Freiheit in Russland zu Beginn der 1990er Jahre. Sie schildert, wie die Menschen in Moskau und auf dem Land mit dieser neuen Freiheit umgingen und die Herausforderungen, die damit verbunden waren. Scherbakowa reflektiert auch über ihre aktive politische Tätigkeit und das scheinbar unaufhaltsame Abgleiten Russlands in die Diktatur.

Das Buch ist nicht nur eine persönliche Erinnerung, sondern auch ein wichtiges Zeitdokument, das die Geschichte Russlands im 20. Jahrhundert und den Kampf gegen Staatsterror beleuchtet.

Am kommenden Dienstag, den 28. April, liest Irina Scherbakowa im Gasometer Zwickau aus ihrem Buch „Der Schlüssel würde noch passen“. Der Eintritt zu der Veranstaltung der Landeszentrale für politischen Bildung Sachsen ist frei.

Termin: 28. April, 18 Uhr: Irina Scherbakowa – „Der Schlüssel würde noch passen“ – Lesung und Autorinnengespräch im Alten Gasometer Zwickau, Kleine Biergasse 3.

Irina Scherbakowa (Foto: © Doro Zinn)

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