Überwältigende Gastfreundschaft in Schowkwa erlebt
Eine Weimarer Delegation mit Oberbürgermeister Peter Kleine und Mitgliedern des Fördervereins Weimar-Schowkwa, darunter den Stadträten Wolfram Wiese und Carsten Meyer, besuchte vom 20. bis 22. April die ukrainische Partnerstadt Schowkwa.
Die Reiseroute führte die Delegation zunächst über Weimars polnische Partnerstadt Zamosc, in der es zu einem freundschaftlichen Austausch mit dem Stadtpräsidenten Rafal Zwolak kam; Vertreter aus Zamosc begleiteten die Weimarer Gäste auf ihrer Weiterreise in die Ukraine.
Neben Arbeitsthemen wie etwa der Arbeit der Feuerwehr stand dort ein Treffen mit kriegsversehrten Familien im Mittelpunkt, deren Kindern in diesem Sommer eine Ferienfreizeit in Weimar verbringen werden. Ein Höhepunkt der Reise war die Übergabe eines Schecks in Höhe von 10.000 Euro aus dem Weimarer Spendentopf für die Ukrainehilfe. Das Geld soll in den Bau einer Skaterbahn für Kinder und Jugendliche fließen.
An der Kunst- und Musikschule von Schowkwa pflanzten die beiden Stadtoberhäupter Peter Kleine (Weimar) und Oleg Volskyi (Schowkwa) ein Freundschaftsbäumchen. Weiterhin stand der Besuch von Betrieben auf dem Programm, etwa dem Lebensmittelproduzenten „Dibrova Sweets“ oder dem Spielzeughersteller „Okto Clay“. Beide Unternehmen wachsen erfolgreich, obwohl sie zugleich aufgrund des Krieges mit einem erheblichen Mangel an männlichen Fachkräften zu kämpfen haben. Mögliche wirtschaftliche Kooperationen mit Weimar konnten besprochen werden. Sportlich wurde es bei der Teilnahme an einem Fußballtraining.
Während des Aufenthaltes der Weimarer Delegation stieß auch der Botschafter des Königreichs Belgien in der Ukraine, S.E. Luc Jacobs, dazu, der ebenfalls Schowkwa einen Besuch abstattete. So gab es zeitweise am Tisch Gespräche zwischen vier Nationen – ein gutes Zeichen der europäischen Zusammenarbeit und Unterstützung.
Auf dem Programm für die Weimarer Gäste standen zudem eine Stadtführung, ein Besuch des Schowkwaer Schlosses und der Bezirkshauptstadt Lemberg (Lviv). „Wir haben in Schowkwa eine überwältigende Gastfreundschaft erlebt. Es ist uns deutlich geworden, wie tapfer die Menschen vor Ort trotz des Krieges versuchen, ihren Alltag zu gestalten. Er ist allgegenwärtig, aber nicht alles beherrschend. Es gibt weiter Kultur, Konzerte, Kunst und Sportveranstaltungen. Weimar kann dabei helfen, dass dieser Alltag gut gemeistert werden kann und ich bin sicher, dass wir gemeinsam mit unserem Förderverein und anderen Mitstreitern viel Gutes bewegen werden“, unterstrich Oberbürgermeister Peter Kleine.
Weimar und Schowkwa sind seit Februar 2024 offizielle Partnerstädte.



Hinterlasse einen Kommentar