Die Kicker aus Irland hatten sich auf die Begegnung gut vorbereitet
Iren feiern 4:0-Sieg gegen Einheit Rudolstadt und loben herzlichen Empfang
Bei bestem Frühlingswetter, das sich fast schon sommerlich anfühlte, wurde der vergangene Samstag in Rudolstadt zu einem besonderen Fußballnachmittag. Auf dem Platz standen sich die Ü40-Mannschaften von Einheit Rudolstadt und einer Auswahl aus Letterkenny gegenüber. Die Gäste aus Irland waren eigens nach Rudolstadt gereist, hatten sich auf die Begegnung vorbereitet und nahmen das Spiel sichtbar ernst. Am Ende stand ein klarer 4:0-Sieg für Letterkenny.
Ganz ohne Augenzwinkern ließ sich das Ergebnis allerdings nicht einordnen. Denn ein Sieg gegen eine deutsche Mannschaft, noch dazu auf deutschem Boden, hat für irische Fußballer natürlich einen besonderen Klang. Die Freude bei den Gästen war entsprechend groß. Nach dem Schlusspfiff war deutlich zu sehen, wie stolz die Mannschaft aus Letterkenny auf ihren Erfolg war.
Möglich gemacht wurde das Spiel auch durch das Engagement von Karol Kerrane. Der aus Letterkenny stammende Ire, der heute in Rudolstadt lebt, stellte Kontakte her, brachte Menschen zusammen und warb Sponsoren für die Begegnung ein. Damit trug er wesentlich dazu bei, dass aus einer Idee, über die lange gesprochen wurde, schließlich ein echter Fußballtag wurde.
Darren McElwaine aus Letterkenny sagte im Rückblick: „Wir haben schon seit Jahren darüber gesprochen, ein Fußballspiel zu organisieren. Jetzt ist es endlich passiert.“ Karol Kerrane habe dabei eine zentrale Rolle gespielt: „Er hat die Jungs zusammengebracht und die ganze Organisation mitgestaltet. Das war alles sehr, sehr professionell.“
Die Mannschaft aus Letterkenny besteht aus früheren Spielern, die seit vielen Jahren freundschaftlich verbunden sind. Einige von ihnen spielten früher gemeinsam, andere standen bei unterschiedlichen Vereinen auf dem Platz. Der Kontakt blieb bestehen. Immer wieder organisiert die Gruppe Freundschaftsspiele, häufig auch für einen guten Zweck oder zur Unterstützung von Vereinen. Im vergangenen Jahr führte eine Reise nach London, nun ging es nach Rudolstadt.
„Als ich von der Verbindung zwischen den Städten erfahren habe und die Möglichkeit sah, hier ein Spiel zu organisieren, habe ich mit der Mannschaft gesprochen. Wir waren uns einig, dass das eine großartige Gelegenheit ist, einmal etwas anderes zu machen“, sagte Darren McElwaine.
Auch sportlich wollten die Gäste nicht nur zum freundlichen Austausch anreisen. „Wir wussten, dass wir Letterkenny vertreten, und darauf waren wir stolz. Gegen die Deutschen zu spielen, ist natürlich nie einfach. Deshalb wollten wir unbedingt ein gutes Ergebnis erzielen. Zum Glück haben die Jungs geliefert“, so McElwaine. Er selbst konnte sich ebenfalls in die Partie einbringen: „Ich habe ein Tor vorbereitet und eines selbst erzielt. Das ist natürlich immer schön. Aber das Wichtigste sind die Freundschaften.“
Neben dem Spiel stand vor allem die Begegnung im Mittelpunkt. Die Gäste lobten den Empfang in Rudolstadt ausdrücklich. „Vom Moment unserer Ankunft an war der Empfang durch die Stadt, die Spieler und alle Beteiligten großartig. Wir haben alles wirklich sehr genossen“, sagte McElwaine. Besonders die Organisation auf und neben dem Platz habe überzeugt: „Die Organisation auf dem Spielfeld, die Schiedsrichter, alles war auf den Punkt. Die Professionalität hier in Rudolstadt war erstklassig.“
Auch Mark Neeson fand deutliche Worte des Dankes. „Vielen Dank, dass wir hier sein durften. Es ist ein wunderbarer Ort. Logistisch war alles perfekt organisiert“, sagte er. Bereits beim Betreten des Stadions sei sichtbar gewesen, wie viel Vorbereitung in die Veranstaltung geflossen sei. „Alles sah großartig aus, sehr gut vorbereitet und sehr einladend.“
Neeson richtete seinen Dank an alle, die das Spiel möglich gemacht hatten: „Ein besonderer Dank gilt den Menschen, die das hier ermöglicht und uns nach Rudolstadt gebracht haben. Das bedeutet uns sehr viel.“
Die Stadt selbst hinterließ bei den Gästen ebenfalls Eindruck. „Vielen Dank an alle in Rudolstadt für den herzlichen Empfang und für alles, was wir erleben durften. Es ist ein wunderschöner Ort. Passen Sie gut darauf auf. Wir wissen alles sehr zu schätzen und wir kommen auf jeden Fall wieder.“
So blieb am Ende mehr als ein 4:0 auf der Anzeigetafel. Es blieb ein sportlicher Nachmittag mit internationalem Charakter, viel Fairness, freundschaftlichem Austausch und einer klaren Botschaft: Fußball kann verbinden, auch über Ländergrenzen hinweg. Oder, wie Darren McElwaine es zusammenfasste: „Gerade bei allem, was in der Welt passiert, sind solche Veranstaltungen wichtiger denn je. Beziehungen aufzubauen und die richtigen Dinge im Leben zu tun, ist das, was wirklich zählt.”


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