Umgesetzt im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt
Zwei Jenaer Schulen verfügen ab sofort über eigene Fahrrad-Reparaturstationen.
Die Stationen wurden im Rahmen des Bürgerbudgets der Stadt Jena umgesetzt und stehen nicht nur den Schülerinnen und Schülern, sondern grundsätzlich allen Einwohnerinnen und Einwohnern zur Nutzung zur Verfügung.
Die Idee geht auf einen Vorschlag aus dem Bürgerbudget 2023 zurück. Ziel war es, an weiterführenden Schulen stationäre Reparaturmöglichkeiten mit Luftpumpe und Werkzeugen bereitzustellen, um kleinere Defekte direkt vor Ort beheben zu können und zugleich den praktischen Umgang mit Fahrrädern zu fördern.
Insgesamt standen für die Umsetzung des Vorschlags 10.000 Euro zur Verfügung. Voraussetzung war, dass die Schulen die Wartung und Pflege der Stationen eigenständig übernehmen. Nach der Abstimmung, in der der Vorschlag mit 298 Stimmen auf Platz 12 landete und damit zu den umzusetzenden Projekten gehörte, wurden alle weiterführenden Schulen in Jena angeschrieben. Zwei Schulen meldeten Interesse zurück: die Jenaplanschule sowie die Gemeinschaftsschule Wenigenjena.
Die Auswahl der konkreten Stationen konnte in Abstimmung mit den Schulen zügig erfolgen. Die Suche nach geeigneten Standorten gestaltete sich jedoch komplexer und nahm mehr Zeit in Anspruch. Inzwischen konnten für beide Schulen passende Lösungen gefunden werden: Die Fahrrad-Reparaturstationen wurden durch den Kommunalservice Jena (KSJ) in unmittelbarer Nähe der Schulstandorte installiert und stehen nun zur Nutzung bereit.
„Mit den Reparaturstationen schaffen wir ein alltagstaugliches Angebot für nachhaltige Mobilität in der Stadt. Gleichzeitig wird deutlich, wie praxisnah und wirkungsvoll Ideen aus der Bürgerschaft umgesetzt werden können“, sagt Kathleen Lützkendorf, Dezernentin der Stadt Jena.
„Ich habe mich riesig gefreut, als die Reparierstation aufgebaut wurde und habe bereits selbst die ersten Fahrradfahrer:innnen beobachtet, wie sie die Möglichkeit zum Nachziehen einer Schraube und Aufpumpen von Reifen genutzt haben“, betont Berengar Lehr, Einreicher des Vorschlages.
Auch an den Schulen wird das neue Angebot begrüßt: „Die fertige Station ist für mich ein schönes Zeichen gelebter Demokratie. Gleichzeitig ist es beeindruckend zu sehen, wie sich die Zeiten verändert haben: Was früher jeder in einer kleinen Fahrradtasche dabeihaben musste, steht heute als öffentliche Reparaturstation allen Menschen zur Verfügung“, sagt Axel Weyrauch, Schulleiter der Staatliche Gemeinschaftsschule Wenigenjena.
Das Bürgerbudget ermöglicht es Einwohnerinnen und Einwohnern der Stadt Jena, eigene Ideen einzubringen und über deren Umsetzung mitzuentscheiden. Auch 2026 wird das Bürgerbudget fortgeführt: Vom 1. Juni bis 31. Juli können wieder neue Vorschläge eingereicht werden. Mehr Informationen gibt es demnächst auf mitmachen.jena.de


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