„Objekte im Dialog“ am 19. Mai
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Objekte im Dialog – Blick hinter die Kulissen der Gothaer Sammlung“ lädt die Friedenstein Stiftung Gotha am Dienstag, den 19. Mai, wieder in die Wunderkammer ein.
Der wissenschaftliche Mitarbeiter Dr. Christian Göcke wird über ein lebendes Fossil am Friedenstein sprechen: „Nautilus pompilius“. Es ist derzeit auch in der Sonderausstellung „Coburg | Gotha | 1826 – Ein Herzog. Zwei Residenzen“ im Spiegelsaal von Schloss Friedenstein zu sehen.
Die Sammlung der Friedenstein Stiftung Gotha umfasst mehr als 155.000 Conchylien, also Schalen von Weichtieren wie Schnecken, Muscheln und Tintenfischen. Ihre Wurzeln liegen in der barocken Kunstkammer des 17. Jahrhunderts. Der entscheidende Impuls zum Aufbau einer wissenschaftlichen Conchyliensammlung aber kam im Dezember des Jahres 1826 mit dem Ankauf der Sammlung des Kommissionsrates Friedrich Christian Schmidt durch den neuen Herzog Ernst I. von Sachsen-Coburg und Gotha, unmittelbar nach dessen Amtsantritt. In der Folge wurde diese Sammlung systematisch durch weitere Ankäufe vermehrt.
Heutzutage leben noch mehrere Arten der Gattung „Nautilus“ auf der Erde, die bei weitem bekannteste und häufigste ist „Nautilus pompilius“. Diese Cephalopoden („Kopffüßer“) gelten als „lebende Fossilien“. Doch was bedeutet das eigentlich? Im Vortrag wird dieser Begriff anhand verschiedener Beispiele erläutert und kritisch diskutiert. Und es wird sich zeigen, dass „Nautilus“ deutlich weniger mit den bekannten Ammoniten verwandt ist, als die meisten Menschen glauben.
In der Veranstaltungsreihe „Objekte im Dialog“ gewähren Wissenschaftler:innen Einblicke in ihre „stillen Kämmerchen“ und erzählen von der Bedeutung eines bisher nicht ausgestellten Objektes. Die Reihe wird vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen des Projekts „Open Friedenstein!“ gefördert.
Beginn der Veranstaltung ist um 17 Uhr in der Wunderkammer Friedenstein am Hauptmarkt, Jüdenstraße 1. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung per E-Mail an wunderkammer@friedenstein-stiftung.de ist erwünscht.


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