Wanderung auf einer der schönsten Routen des Nördlichen Vogtlands
meinRegionalkompass on tour – und zwar auf Wandertour, diesmal ganz nah in unserer Region: Eine Rundwanderung von Neumühle nach Waltersdorf und auf der anderen Elsterseite zurück zum ehemaligen Luftkurort.
Das lange Himmelfahrtswochenende bot bestes Wanderwetter, das wir zu einer Wanderung auf einem Teilabschnitt des Elsterperlenweges nutzten. Mit der Vogtlandbahn fuhren wir von Greiz zum einstigen Luftkurort Neumühle an der Elster, der seit 2020 Ortsteil der Kreisstadt Greiz ist und Ausgangspunkt unserer etwa zehn Kilometer langen Rundwanderung war.
Vom Bahnhof Neumühle gingen wir zunächst auf der Straße Richtung Nitschareuth und bogen nach etwa 150 Meter nach rechts Richtung Tschirma ab. Auf der am Wochenende wenig befahrenen Straße entlang der Weißen Elster und der Bahnlinie nach Gera kamen wir nach rund einem Kilometer an der Lenamühle vorbei, die wir rechts liegen ließen, um etwa 300 Meter weiter an einem ehemaligen Bahnwärterhäuschen auf einen Wiesenweg zu gelangen. Der führt Mühlburschensteig, einem Teilabschnitt des Elsterperlenweges. Auf diesem wanderten wir zu den Rüßdorfer Alpen. Auf dem Weg am steil abfallenden Hang ist schon einige Trittsicherheit notwendig, doch schöne Blicke über das Elstertal entschädigen für die Mühen. Angekommen am höchsten Punkt der Rüßdorfer Alpen 75 Meter über der Talsohle der Weißen Elster führte uns der Weg weiter zur Rüßburg, einer Fliehburg aus dem 13./14. Jahrhundert, von der allerdings nur noch der Ringgraben und der Ringwall erhalten sind.
Von hier aus gingen wir bergab nach Rüßdorf, überquerten über die 2013 neu gebaute Brücke die Weiße Elter und liefen den Mühlberg hinauf Richtung Waltersdorf. Nach einigen hundert Metern bogen wir nach rechts ab, um auf dem Elsterperlenweg zurück nach Neumühle zu laufen.
Kurz vor dem ehemaligen Luftkurort bogen wir am Waldrand rechts ab und folgten den Wanderwegweisern zum Heiteren Blick. Von dessen vier Aussichtspunkten – auf dem dritten steht ein auch vom Tal aus gut sichtbares Weißes Kreuz – genossen wir 85 Meter über der Talsohle die schöne Sicht über die Weiße Elster und Neumühle bis hin zum Höhenzug Brand und dem Kuhberg. Anschließend folgten wir den Serpentinen bergab, vorbei am „Mühlenblick“, dem Weg nach Neumühle. Über die Elsterbrücke ging es dann zurück zum Bahnhof des Ortes.
Unser Fazit: Der Mühlburschensteig gehört wohl zu den schönsten Wanderrouten des Nördlichen Vogtlands. Allerdings ist Trittsicherheit erforderlich und die Auf- und Abstiege sind etwas anstrengend. Doch die Mühen werden immer wieder mit schönen Ausblicken über das naturbelassene Elstertal belohnt. Ebenfalls abwechslungsreich ist der Rückweg von Waltersdorf auf dem Elsterperlenweg über die Schöne Aussicht nach Neumühle.
Tipp: Wer nach der Rückkehr über die Schöne Aussicht noch fit ist, kann in Neumühle gerne noch eine kleine Rundwanderung über „Curts Ruhe“ machen, die ebenfalls mit schönen Ausblicken belohnt wird.
Hier die Bilder von unserer Wanderung (alle Fotos: Gerd Zeuner):



























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