Zwischen Dunkelheit, Dauerregen und Abenteuer

Zwei High-End-Lampen von Ledlenser beweisen ihre Stärken an außergewöhnlichen Orten

Praxistest von Andreas Abendroth

Lampen sind heute wichtiger denn je. Sie dienen als unabhängige Lichtquellen bei unvorhersehbaren Stromausfällen, erhöhen die Sicherheit bei Outdoor-Aktivitäten und erleichtern den Arbeitsalltag in vielen Bereichen. Moderne Lampen überzeugen durch robuste Bauweise, enorme Leuchtkraft und praktische Zusatzfunktionen wie Stroboskop- oder Notlichtmodi.

Im Praxistest wurden die Taschenlampe P7R Signature und auf die Stirnlampe HF8R Signature von Ledlenser eingesetzt.
Foto Andreas Abendroth

Bei meinen Unternehmungen kamen zwei unterschiedliche Systeme zum Einsatz: die Taschenlampe P7R Signature sowie die Stirnlampe HF8R Signature aus dem Hause Ledlenser. Dabei ging es mir nicht um technische Grundsatzdiskussionen, wie sie Taschenlampen-Enthusiasten gerne führen. Für mich zählt vor allem eines: Die Lampen müssen in jeder Situation zuverlässig funktionieren und sinnvoll unterstützen.

Die Einsatzorte hätten unterschiedlicher kaum sein können: Fotoaufnahmen im Schaubergwerk „Morassina“ – einem ehemaligen Vitriol-Bergwerk im thüringischen Schmiedefeld –, nächtliche Touren durch das Elbsandsteingebirge rund um die berühmte Bastei sowie Einsätze auf einem Sportflugplatz. Und eines kann ich vorwegnehmen: Beide Lampen haben mich beeindruckt.

Vielfältige Funktionen und
hochwertige Verarbeitung

Die Ledlenser P7R Signature im Einsatz im Schaubergwerk Morassina – mit dem einmaligen Ensemble von Tropfstein- und Sinterbildungen, das in seiner Farbenpracht weltberühmt ist. Foto: Andreas Abendroth

Die P7R Signature wird als umfangreiches Komplettset geliefert. Zum Lieferumfang gehören Taschenlampe, Akku, Ladestation, USB-C-Ladekabel, Gürteltasche, Handschlaufe sowie eine Bedienungsanleitung. Das Aluminiumgehäuse wirkt äußerst hochwertig, die Lampe liegt hervorragend in der Hand.
Etwas Eingewöhnung erforderte zunächst der sogenannte Mode-Select-Ring – ein Vier-Stufen-Schalter, über den verschiedene Lichtfunktionen und Helligkeitsstufen ausgewählt werden können. In der linken Endposition wird gleichzeitig die Transportsperre aktiviert.
Der „Advanced Focus“ zur Veränderung des Lichtkegels arbeitet bei meinem Modell etwas schwergängig. Durch leichtes Drehen und gleichzeitiges Verschieben des Lampenkopfes lässt sich das Licht jedoch präzise fokussieren, um eine maximale Leuchtweite zu erzielen.
Besonders praktisch: Der Akku kann entweder direkt in der Lampe oder separat über die Ladestation geladen werden – je nach Einsatzsituation ein echter Vorteil.
Zusätzlich lassen sich die Lichtmodi individuell konfigurieren und auf den Mode-Select-Ring legen. Für maximale Leistung verfügt die P7R Signature außerdem über eine Boost-Funktion mit kurzfristig bis zu 2500 Lumen. Dank IP68-Zertifizierung ist die Lampe selbst für widrige Wetterbedingungen bestens geeignet.

Intelligente Lichtsteuerung
bei der HF8R Signature

Auch die HF8R Signature konnte im Test überzeugen. Stirnlampen bieten grundsätzlich den großen Vorteil, dass beide Hände frei bleiben – gerade bei Foto- oder Wartungsarbeiten ein enormer Gewinn.
Besonders interessant ist die integrierte „Adaptive Light Beam Technology“. Wer dieses System bislang nicht kennt, muss sich zunächst daran gewöhnen. Beim Einschalten kalibriert die Lampe ihre verschiedenen Lichtquellen automatisch, wodurch die LEDs in einem zunächst ungewohnten Muster aufleuchten.
Anschließend passt sich die Lichtverteilung dynamisch an die jeweilige Situation an: Der Lichtkegel wechselt automatisch zwischen breiter Nahfeldausleuchtung und fokussiertem Fernlicht und reguliert gleichzeitig die Helligkeit. Bewegungen des Kopfes werden dabei unmittelbar berücksichtigt. Natürlich lässt sich die Steuerung jederzeit manuell über den Druckschalter anpassen.
Zusätzlich kann zwischen weißem, rotem, grünem und blauem Licht gewechselt werden – je nach Einsatzzweck ein praktisches Feature. Geladen wird die Stirnlampe über ein spezielles Magnet-Ladekabel, damit die Wasserdichtigkeit vollständig erhalten bleibt.

Praxiseinsatz:
Überzeugend unter Extrembedingungen

Wie gut eine Lampe wirklich ist, zeigt sich erst im praktischen Einsatz.

Der 1791 eingefallene „Großen Verbruch auf der oberen Sohle“ – heute als Humboldt-Bruch bekannt – ausgeleuchtet mit der Ledlenser P7R.
Foto: Andreas Abendroth

Im Bergwerk spielte die P7R Signature ihre enorme Reichweite aus. Selbst entfernte oder schwer zugängliche Bereiche konnten detailliert ausgeleuchtet werden. Die HF8R wiederum sorgte auf dem Helm montiert dafür, dass beide Hände für die Kameratechnik frei blieben. Wege wurden gleichmäßig ausgeleuchtet, ohne dass man sich ständig um die optimale Helligkeit kümmern musste. Besonders positiv fiel die natürliche Farbtemperatur beider Lampen auf, wodurch die beeindruckenden Farben der Höhlen authentisch festgehalten werden konnten.

Dank der „Adaptive Light Beam Technology“ an der HF8R passt sich die Lichtverteilung dynamisch an die jeweilige Situation an.
Foto: Andreas Abendroth

Der zweite Einsatz führte ins Elbsandsteingebirge – bei einem Wettermix aus Dauerregen und Sonnenschein. Auch hier überzeugten beide Modelle. Mit der P7R ließ sich das nächtliche Gelände selbst bei starkem Regen sicher ausleuchten, während die HF8R auf den Wanderwegen den entscheidenden Vorteil freier Hände bot.

Mit der P7R konnte man im Dauerregen das nächtliche Umfeld ausleuchten, um sichere Abstiege durch das Felsgelände zu finden.
Foto: Andreas Abendroth

Ein besonderes Erlebnis war die nächtliche Bastei-Brücke ohne Touristenmassen. Nur das Begleitteam, das Klicken der Kameras und die Stille der Nacht begleiteten die Szenerie. Mit der P7R konnten die imposanten Brücken-Sandsteinformationen und tiefen Felsspalten eindrucksvoll angestrahlt werden. Die HF8R verlieh dagegen dem Neurathener Felsentor eine fast mystische Atmosphäre.

Die weltberühmte Bastei-Brücke in der Nacht angestrahlt von einer Ledlenser P7R Signature. Foto: Andreas Abendroth
Das Neurathener Felsentor am Ende der Bastei im mystischen Schein der Ledlenser HF8R. Foto: Andreas Abendroth

Auch auf dem Sportflugplatz bewährten sich beide Lampen eindrucksvoll. Während sich mit der P7R abgestellte Flugzeuge und deren Umgebung bereits aus größerer Entfernung kontrollieren ließen, spielte die HF8R bei den morgendlichen Startvorbereitungen ihre Stärken aus. Der Motorraum konnte optimal ausgeleuchtet werden, während beide Hände für Kontrollen und Wartungsarbeiten frei blieben.

Dank der Veränderung des Lichtkegels bei der P7R konnten die Flugzeuge und deren Umgebung auch aus der Entfernung abgeleuchtet werden. Hier eine Piper PA-28 auf der Parkposition. Foto: Andreas Abendroth
Mit der Stirnlampe HF8R konnte der Motorraum des Flugzeuges optimal ausgeleuchtet werden. Foto: Andreas Abendroth

Mein Fazit

Für meine Einsätze haben sich beide Lampen absolut bewährt – und sie ergänzen sich hervorragend. Hochwertige Verarbeitung trifft hier auf moderne Lichtsteuerung und enorme Praxistauglichkeit.

Selbst bei stundenlangem Einsatz im sieben Grad kalten Bergwerk hielten die Akkus problemlos durch. Dauerregen meisterten beide Modelle ebenfalls ohne Einschränkungen. Besonders positiv wurde von den Mitarbeitern des Bergwerks das natürliche Licht hervorgehoben, das die Farben der unterirdischen Welt nicht verfälscht.

Auch meine Begleiter im Elbsandsteingebirge waren sich schnell einig:
„Mit diesen Lampen ist man jederzeit auf der sicheren Seite.“

Zwei Lampensysteme – die Taschenlampe P7R Signature sowie die Stirnlampe HF8R Signature von Ledlenser – zeigen im Praxiseinsatz, was moderne Lichttechnik heute leisten kann.

Kontakt

Mehr Informationen: https://ledlenser.com/

Die Ledlenser P7R Signature im Einsatz im Schaubergwerk Morassina – mit dem einmaligen Ensemble von Tropfstein- und Sinterbildungen, das in seiner Farbenpracht weltberühmt ist. Foto: Andreas Abendroth

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