Schreddern statt entsorgen

Baum- und Strauchschnitt sinnvoll verwerten: Gartenhäcksler im Praxistest

Von Andreas Abendroth

Ein Sprichwort sagt: „Eigentum verpflichtet.“ Gerade Gartenbesitzer wissen, dass damit oft zusätzlicher Aufwand und Kosten verbunden sind. Ein aktuelles Beispiel ist die Entsorgung von Grünschnitt, insbesondere von Baum- und Strauchschnitt.

Wenn Grünschnitt zum Entsorgungsproblem wird

In vielen Thüringer Kommunen wird die kostenlose Abgabe von Grünschnitt an Annahmestellen und Recyclinghöfen seit diesem Jahr eingeschränkt. Die Folgen sind bereits sichtbar: Illegale Ablagerungen in Wäldern und an Feldrändern nehmen zu. Für Städte und Gemeinden entstehen dadurch jährlich hohe Kosten für die Beseitigung sogenannter wilder Deponien. Wer dabei erwischt wird, muss mit empfindlichen Strafen rechnen.

Das Häckselmaterial lässt sich problemlos in den Trichter einführen.
Foto: Andreas Abendroth

Häckseln statt wegwerfen

Dabei ließe sich ein großer Teil des Schnittguts sinnvoll im eigenen Garten weiterverwenden. Zerkleinertes Häckselgut eignet sich hervorragend als Mulchschicht zur Feuchtigkeitsspeicherung, zur Unkrautunterdrückung oder als wertvoller Zusatz für den Kompost. Voraussetzung dafür ist allerdings ein geeigneter Gartenhäcksler.

Schwache Beratung in Fachmärkten

Während der Recherche zeigte sich allerdings ein weiteres Problem: In vielen Bau- und Gartenmärkten fehlt es an kompetenter Beratung. Begriffe wie Messer- oder Walzenhäcksler sind dort oft kaum bekannt. Fragen zu Einsatzbereichen, Vorteilen oder technischen Unterschieden bleiben häufig unbeantwortet. Statt fachkundiger Beratung hören Kunden nicht selten Sätze wie: „Schauen Sie sich einfach mal um“ oder „Informieren Sie sich am besten im Internet“. Hinzu kommt, dass die Auswahl vor Ort meist begrenzt ist und häufig Eigenmarken im Vordergrund stehen.

Mit Hilfe des Einhell Elektro-Messerhäcksler GC-KS 2540 konnte das angesammelt Astmaterial auf dem Flugplatz des MFC Geschwenda e.V. schnell zu Mulch verarbeitet werden. Foto: Andreas Abendroth

Praxistest im Garten und auf dem Flugplatz

Nach der ausführlichen Experteneinschätzung stand schließlich der Praxistest an. Getestet wurde der Elektro-Messerhäcksler GC-KS 2540 von Einhell – sowohl im heimischen Garten als auch auf dem Fluggelände des MFC Geschwenda e.V.

Durch die gesetzlichen Einschränkungen beim Heckenschnitt nach dem Bundesnaturschutzgesetz hatte sich ausreichend Astmaterial angesammelt, das direkt vor Ort zu Mulch verarbeitet werden konnte.

Im heimischen Garten und auf dem Flugplatz des MFC Geschwenda e.V. wurde der Einhell Elektro-Messerhäcksler GC-KS 2540 ausführlich getestet. Ein kompakter Häcksler, solide verarbeitet, liefert ein gutes Ergebnis.
Foto: Andreas Abendroth

Wie schlägt sich der Häcksler im Alltag?

Im Praxiseinsatz zeigte der Häcksler besonders bei bereits leicht angetrocknetem Astmaterial seine Stärken. Der 2500-Watt-Motor zog stärkere Äste zuverlässig ein und erzeugte feines Häckselgut. Dünnere Zweige oder sehr laubhaltiges Material mussten teilweise mit dem mitgelieferten Stopfer nachgeschoben werden. Wurde der Einfülltrichter gleichmäßig beschickt, arbeiteten die Messer zuverlässig ohne Verstopfungen. Auch der Motorschutzschalter musste während des Tests nicht eingreifen.

Positiv fiel zudem das geringe Gewicht des Geräts auf. Dadurch lässt sich der Häcksler problemlos transportieren und platzsparend lagern. Praktisch: Zur Reinigung kann die Haube geöffnet werden, um Rückstände zu entfernen oder die Wendemesser bei Bedarf zu drehen.

Unser Fazit: Ein leistungsstarker und benutzerfreundlicher Häcksler für Gartenbesitzer, die regelmäßig Baum- und Heckenschnitt verwerten möchten.

Der Einhell Elektro-Messerhäcksler GC-KS 2540 liefert bestes Mulchmaterial. Foto: Andreas Abendroth

Experten erklären die Unterschiede


Fragen an Romina Kell und Claudia Sedlmeier von Einhell


Worin unterscheiden sich Messer- und Walzenhäcksler?
Einhell: Messerhäcksler arbeiten mit schnell rotierenden Messern, die Äste und Grünschnitt zerkleinern. Das feine Häckselgut eignet sich gut zum Mulchen oder Kompostieren. Walzenhäcksler ziehen das Material über eine langsam drehende Zahnwalze ein und quetschen es. Das Schnittgut verrottet dadurch besonders gut auf dem Kompost.


Für welches Schnittgut eignen sich die Systeme?
Einhell: Messerhäcksler eignen sich vor allem für kleinere Äste, trockeneres Gehölz und Heckenschnitt. Walzenhäcksler verarbeiten auch stärkere Äste zuverlässig. Problematisch ist bei beiden Geräten sehr nasses oder reines Laub, da es Verstopfungen verursachen kann. Walzenhäcksler bieten hier oft den Vorteil eines Rücklaufs, um Blockaden leichter zu lösen.


Welche Rolle spielt die Motorleistung?
Einhell: Die Wattzahl allein sagt wenig über die tatsächliche Leistung aus. Entscheidend sind die Qualität des Motors, die Drehzahl sowie der maximal mögliche Astdurchmesser. Wichtig ist außerdem ein thermischer Überlastschutz.


Gibt es wirklich „leise“ Häcksler?
Einhell: Walzenhäcksler arbeiten deutlich leiser als Messerhäcksler, geräuschlos ist jedoch kein Gerät. Emissionsfrei arbeiten Elektro- und Akkuhäcksler, da sie keine Abgase erzeugen.


Welche Sicherheitsmechanismen sind heute Standard?
Einhell: Moderne Häcksler sind so konstruiert, dass kein direkter Kontakt mit Messern oder Walze möglich ist. Der Motor startet nur bei korrekt montiertem und geschlossenem Gerät. Hersteller müssen dabei geltende Sicherheitsnormen einhalten.


Was sind typische Bedienfehler?
Einhell: Häufig werden zu feuchtes Material oder große Mengen Laub eingefüllt. Das kann zu Verstopfungen führen. Messer sollten ausschließlich mit Originalteilen ersetzt werden. Wartung und Schärfarbeiten empfiehlt Einhell aus Sicherheitsgründen durch Fachwerkstätten durchführen zu lassen.


Vielen Dank für das Gespräch.

Mehr Informationen: https://www.einhell.de/

Ein Gartenhäcksler ist ein echtes Multitalent, um den biologischen Kreislauf im eigenen Garten zu schließen. Statt Schnittgut mühsam zu entsorgen, verwandelt man es direkt in wertvollen Mulch. Foto: Andreas Abendroth

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