Neuer Ausbildungsberuf an der SBBS
Ausbildung stärkt Notfallversorgung in Ostthüringen
Mit Beginn des Schuljahres 2026/27 werden an der Staatlichen Berufsbildenden Schule (SBBS) Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera Notfallsanitäter ausgebildet. Einen entsprechenden Antrag von Oberbürgermeister Kurt Dannenberg vom März dieses Jahres hat das Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur jetzt bestätigt.
Ziel ist es, die Ausbildungskapazitäten für den Rettungsdienst in Ostthüringen auszubauen und gleichzeitig die Wege für Auszubildende deutlich zu verkürzen. „Mit der Ausbildung von Notfallsanitätern in Gera schaffen wir ein attraktives regionales Angebot für junge Menschen und leisten gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Rettungswesen. Die regionale Nähe der schulischen Ausbildung erhöht die Chancen, qualifizierte Nachwuchskräfte dauerhaft in unserer Region zu halten und die Versorgungssicherheit nachhaltig zu stärken“, erklärt der Oberbürgermeister dazu.
„Die Ausbildung startet planmäßig am 01. September 2026 – gut vorbereitet, mit einem engagierten Team und modernen pädagogischen Konzepten. Unser Ziel ist es, hochqualifizierte Fachkräfte auszubilden, die den steigenden Anforderungen im Rettungsdienst kompetent und verantwortungsvoll begegnen“, äußert sich Saskia Nörenberg, Schulleiterin der SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik, in einem Schreiben an regionale Partner. „Ein leistungsfähiger Rettungsdienst ist ein zentraler Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge. Angesichts demografischer Entwicklungen, zunehmender Einsatzdichte und wachsender medizinischer Komplexität ist die Sicherung qualifizierten Nachwuchses ein gesellschaftlicher Auftrag. Mit der Einrichtung dieses Ausbildungsganges leisten wir einen aktiven Beitrag zur regionalen Gesundheitsversorgung und zur Stabilität der Rettungsdienststrukturen“, heißt es darin weiter.
Die Einrichtung des neuen Ausbildungsgangs wird von zahlreichen regionalen Partnern unterstützt. Die SBBS Gesundheit, Soziales und Sozialpädagogik Gera verfügt bereits über geeignete räumliche und personelle Voraussetzungen, um die anspruchsvolle Ausbildung fachgerecht umzusetzen. Ein zentraler Baustein des Konzepts ist die enge Zusammenarbeit mit der Berufsfeuerwehr Gera. Gemeinsam soll ein praxisnaher Ausbildungsstandort entstehen, der die Anforderungen des modernen Rettungsdienstes abbildet und den Auszubildenden optimale Lernbedingungen bietet.
Darüber hinaus wird besonderer Wert auf die behörden- und organisationsübergreifende Zusammenarbeit gelegt. Die angehenden Notfallsanitäter sollen gezielt auf komplexe Einsatzlagen vorbereitet werden, bei denen eine enge Abstimmung zwischen Rettungsdienst, Feuerwehr, Polizei und Katastrophenschutz erforderlich ist.
Mit der Etablierung des Ausbildungsgangs für Notfallsanitäter stärkt die Stadt Gera ihre Position als Bildungs- und Gesundheitsstandort und setzt zugleich ein wichtiges Signal für die Zukunft der notfallmedizinischen Versorgung in Ostthüringen.


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