Erklärung von Landrat Michaelis und Oberbürgermeisterin Arndt
Zu den Berichten über mögliche Strukturmaßnahmen bei Volkswagen haben Landrat Carsten Michaelis und Oberbürgermeisterin Constance Arndt folgende gemeinsame Erklärung abgegeben:
„Die heute veröffentlichten Berichte über mögliche weitreichende Strukturmaßnahmen im Volkswagen-Konzern sorgen bei den Beschäftigten des Werkes Zwickau, ihren Familien sowie den zahlreichen Zulieferunternehmen in unserer Region für erhebliche Verunsicherung. Auch wenn bislang weder die genannten Maßnahmen noch einzelne Standorte offiziell bestätigt sind, nehmen wir diese Berichte sehr ernst.
Gerade deshalb erwarten wir von Volkswagen eine zeitnahe und transparente Einordnung der aktuellen Diskussionen und ein klares Bekenntnis zum Standort. Wir gehen außerdem davon aus, dass die Standortvereinbarung ihre Gültigkeit behält. Die Menschen in unserer Region brauchen Klarheit über die Zukunft. Dauerhafte Spekulationen und immer neue Szenarien helfen niemandem – weder den Beschäftigten noch den Unternehmen, die täglich Verantwortung übernehmen und investieren. Dauerhafte Spekulationen und immer neue Szenarien helfen niemandem – weder den Beschäftigten noch den Unternehmen, die täglich Verantwortung übernehmen und investieren.
Das Werk Zwickau hat in den vergangenen Jahren bewiesen, dass es Wandel gestalten kann. Die Belegschaft hat den Umbau zur Elektromobilität mit hoher Professionalität und großem Engagement getragen. Der Standort verfügt über moderne Produktionsanlagen, hochqualifizierte Beschäftigte und eine leistungsfähige Zulieferlandschaft. Diese Stärken müssen auch künftig eine tragende Rolle in den strategischen Überlegungen des Konzerns spielen.
Als Stadt Zwickau und Landkreis Zwickau stehen wir geschlossen an der Seite der Beschäftigten und aller Unternehmen, die direkt oder indirekt mit dem Automobilstandort verbunden sind. Unser gemeinsames Ziel bleibt der Erhalt und die nachhaltige Weiterentwicklung des Industriestandortes Zwickau. Dafür werden wir uns weiterhin mit Nachdruck gegenüber dem Unternehmen sowie gegenüber Bund und Freistaat Sachsen einsetzen.
Die aktuellen Berichte machen zugleich deutlich, vor welcher historischen Herausforderung unsere Region steht. Die wirtschaftliche Zukunft Südwestsachsens darf sich nicht allein an den Entscheidungen eines einzelnen Konzerns orientieren. Deshalb arbeiten wir gemeinsam mit unseren regionalen Partnern im Masterplan Südwestsachsen daran, neue industrielle Wertschöpfung, innovative Technologien und zusätzliche Zukunftsbranchen in der Region aufzubauen. Unser Ziel ist es, die wirtschaftliche Basis breiter aufzustellen und gute Industriearbeitsplätze langfristig zu sichern.
Unabhängig von den weiteren Entscheidungen bei Volkswagen gilt: Die Menschen in unserer Region haben Anspruch auf Verlässlichkeit und Perspektiven. Dafür werden wir uns auch weiterhin gemeinsam einsetzen.“



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