Ehemalige Greizer Fußballer treffen sich auf dem Tempelwald

Die dritte Auflage des Traditionstreffens findet am 21. August statt

Das dritte Treffen ehemaliger Greizer Fußballer am 21. August findet erstmals dort statt, wo sozusagen die Wiege des Greizer Fußballs liegt: Auf dem Sportplatz am Tempelwald.

Organisiert wird das Treffen wieder von Jens Schulze, der bis 1997 viele Jahre in Greizer Mannschaften spielte und auch Mannschaftskapitän war. „Ich bin froh, dass wir uns nun endlich auf dem Tempelwald wiedersehen können“, so der Organisator. Das Treffen findet im Rahmen des großen Waldsportfest-Wochenendes statt, zu dem der 1. FC Greiz vom 21. bis 23. August einlädt.

Bei dem Wiedersehen werden die ehemaligen Kicker genau wie bei den bisherigen Veranstaltungen 2022 in der Greizer „Friedensbrücke“ und vor zwei Jahren in der „Reißberg 04“ natürlich in Erinnerungen schwelgen und über alte Zeiten sprechen. Dazu bereitet Jens Schulze eine Powerpoint-Präsentation vor, die im Festzelt quasi als Endlosschleife über die Leinwand flimmern wird und die Greizer Fußballer in Wort und Bild vorstellt.

„Bis jetzt haben knapp 50 ehemalige Kicker, Trainer, Funktionäre und Schiedsrichter ihre Teilnahme zugesagt“, so Schulze. Unter ihnen die ehemaligen DDR-Auswahlspieler Jürgen Bähringer und Konrad Weise sowie der 1967er DDR-Oberliga-Torschützenkönig Hartmut Rentzsch, der von 1985 bis 1987 die Mannschaft von Greika Greiz trainiert hat.

Der Ur-Greizer Jürgen Bähringer war bereits beim ersten Tempelwald-Kicker-Treffen vor vier Jahren dabei. „Das ist doch eine schöne Sache und es ist toll, die alten Kumpels und Sportkollegen wieder zu sehen. Es ist wichtig, diese Tradition zu pflegen“, so der Ehrenspielführer des Chemnitzer FC, der sich besonders auf das Wiedersehen mit Konni Weise und die Gespräche mit den alten Kämpen freut. Bähringer begann seine Fußballlaufbahn 1968 bei der BSG Fortschritt Greiz. Nach einer Spielzeit in Werdau wechselte er 1973 zum FC Karl-Marx-Stadt, für den der schussgewaltige Rechtsfuß in den folgenden 15 Jahren 350 Oberligaspiele bestritt und 57 Tore erzielte. Sein größter sportlicher Erfolg ist sicherlich der Silbermedaillengewinn mit der DDR-Olympiaauswahl bei den Olympischen Spielen 1980 in Moskau. 1997 beendete „Bähre“, wie ihn seine Fans nennen, seine aktive Laufbahn beim 1. FC Greiz.

Auch heute noch ist der 76-Jährige eng mit dem Fußball verbunden. „Ich fahre noch oft nach Chemnitz und schaue, wie es dort läuft. Dann bringe ich dreimal die Woche meinen Enkel Tim nach Auerbach zum Training.“ Der 16-Jährige hat wohl einige der fußballerischen Anlagen seines Opas geerbt. Tim spielt beim VFB Auerbach und kam auch schon bei den A-Junioren zum Einsatz. „Er macht seine Sache ganz gut, beim Spiel zuletzt gegen Leipzig hatte er drei Torchancen und hat eine davon genutzt“, so Jürgen Bähringer, der im September mit dem Chemnitzer Thomas Wels im September ein Fußballcamp in Schneeberg ausrichtet.

Jetzt verfolgt Jürgen Bähringer am Fernseher natürlich noch die Fußball-Weltmeisterschaft. Sein Favorit ist England. Aber auch Argentinien sowie natürlich Frankreich und Spanien zählt er zum Favoritenkreis. Zu den Chancen der DFB-Auswahl äußerte sich das Greizer-Fußballidol im Vorfeld der WM zurückhaltend – was durch das frühe Ausscheiden der Deutschen berechtigt war.

Die Fußball-WM wird am 21. August auf dem Tempelwald sicher auch ein vieldiskutiertes Thema sein. Bei dem Treffen ist übrigens jeder willkommen, der sich mit dem Greizer Fußball verbunden fühlt. „Wir werden niemanden wegschicken“, verspricht Jens Schulze, der sich über weitere Voranmeldungen freuen würde – telefonisch über 0163 5747883.

Für die Teilnehmer des Treffens aus Greiz, Elsterberg und Umgebung organisiert der 1. FC Geiz eine Busabholung.

Jürgen Bähringer freut sich auf das dritte Treffen der Tempelwaldkicker.
Jürgen Bähringer (li.) und Jens Schulze (Fotos: Gerd Zeuner)

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