Zwickauer Spielmobil präsentiert sich in neuem Look

Neuer Schriftzug auf dem Ikarus-Bus

Das Amt für Familie, Schule und Soziales informiert:

Frischer Look fürs Spielmobil „Ferdi“: Statt der bisher ausgeblichenen Smileys, die zuletzt keinen besonders schönen Eindruck mehr machten, prangt jetzt in farbenfrohen Großbuchstaben der neue Schriftzug „Spielmobil“ auf beiden Fahrzeugseiten. Die neue Beklebung, ein von den Kindern gewünschtes Gestaltungsmotiv, wurde in Eigenleistung der Stadt ausgeführt. Für die gestalterische und handwerkliche Umsetzung wurden die ersten beiden Sommerferienwochen genutzt, in denen „Ferdi“ in der Spielstadt platziert war. Jetzt ist das Spielmobil wieder gut sichtbar und ein hübscher kleiner Hingucker.

„Ferdi“ ist ein mobiles Freizeit- und Spielangebot der Stadt Zwickau. Seit mehr als 35 Jahren fährt der bunte Bus regelmäßig verschiedene Stadtteile an und bringt Spiel-, Sport- und Kreativangebote direkt zu Kindern, insbesondere in Wohngebiete mit wenigen Freizeitmöglichkeiten. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an Kinder zwischen 6 und 14 Jahren, kann aber auch von allen Spiele-Begeisternden zwischen 9 und 99 Jahren genutzt werden. Ziel ist es, Bewegung zu fördern, Kreativität anzuregen, soziale Kontakte zu ermöglichen und kostenlose Freizeitangebote im Wohnumfeld bereitzustellen.

Das Spielmobil „Ferdi“ entstand Anfang der 1990er Jahre auf Initiative von Pädagogikstudenten. Erstmals auf Tour ging der Bus am 1. Juni 1991. „Ferdi“ wurde als freundlicher, leicht einprägsamer Eigenname für den Spielbus gewählt – möglicherweise in Anlehnung an den „Clown Ferdinand in seinem feuerroten Spielmobil“, eine beliebte Fernsehfigur aus dem früheren DDR-Kinderprogramm. Einen offiziellen Beleg dafür gibt es aber nicht.

Seit 1993 gehört das Spielmobil offiziell zur Stadt, ist im Amt für Familie, Schule und Soziales Teil der kommunalen Kinder- und Jugendarbeit und mit einem Fahrer und einer pädagogischen Leiterin besetzt. Sein fester Standort befindet sich in der Marienthaler Straße 120 in Zwickau.

Der erste „Ferdi“ war einst ein ausrangierter Ikarus-Bus der Verkehrsbetriebe Zwickau. Im Laufe der Jahre kamen, aufgrund altersbedingten Verschleißes, mehrere Busse zum Einsatz. Der heutige ist der fünfte seiner Art und wurde 2008 in Betrieb genommen. Er war ursprünglich ein Linienbus aus Bautzen (Mercedes-Benz O405, Baujahr 1996). Davon ist im Inneren des Busses allerdings nichts mehr zu sehen, da er für seine neue Bestimmung komplett umgebaut wurde. Heute befinden sich im Bus statt der Fahrgastsitze Basteltische, Schränke und Lagermöglichkeiten. Letztere sind auch notwendig, denn der rollende Spielplatz hat u.a. Riesenbausteine, Kleinfahrzeuge (Roller, Dreiräder, Go-Karts), Bastelutensilien – und bei Einsätzen zu Festen und Feiern zusätzlich eine Hüpfburg, Kistenrollbahn und Wassermurmelbahn – im Gepäck.

Unterwegs ist „Ferdi“ nicht nur in den Stadtteilen, sondern bereichert mit seinem speziellen Angebot auch Stadt- und Schulfeste, Veranstaltungen von Vereinen und Firmen und verschiedene Angebote im Rahmen der Ferienprogramme.

Insgesamt gilt Ferdi als eines der traditionsreichsten mobilen Spielangebote Sachsens und ist für viele Zwickauer Kinder und Familien seit Generationen ein fester Bestandteil ihrer Freizeit.

Nächster Einsatz im Stadtgebiet

Nach dem Abschluss seines Spielstadt-Einsatzes scharrt der frisch aufgehübschte „Ferdi“ schon mit den Rädern und würde am liebsten sofort wieder durch die Zwickauer Stadtgebiete rollen. Bevor das Spielmobil jedoch wieder auf Tour gehen kann, steht noch der obligatorische Boxenstopp in der Werkstatt an – schließlich soll alles bestens funktionieren.

Ab Freitag, dem 14. August 2026 ist „Ferdi“ dann wieder startklar und freut sich ab 13.30 Uhr am Standort Crossen (Grünfläche vor der Grundschule) auf viele kleine und große Besucherinnen und Besucher!

Juliane Nestler (Amt für Umwelt und Stadtplanung / Grafikerin) und Angela Herz (Amt für Familie, Schule und Soziales / pädagogische Leiterin Spielmobil) mit Spielstadt-Kindern vor dem neu gestalteten Bus. (Foto: Stadt Zwickau)

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