1.400 Erfurter können das Spiel im Ernst-Abbe-Sportfeld verfolgen
Die Stadt Jena und die Polizei informieren zum Thüringenderby:
Im Rahmen der ersten Vorbesprechung der Sicherheitsträger am gestrigen Freitag zum anstehenden Derby zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt am Sonntag, dem 9. August, im Ernst-Abbe-Sportfeld wurde entschieden, dass eine Reduzierung des Gästekartenkontingents auf 800 Personen gegenwärtig nicht als erforderlich einzuschätzen ist. Damit können voraussichtlich rund 1.400 Erfurter Gäste das Spiel im Jenaer Stadion vor Ort mitverfolgen.
Der Auflagenbescheid der Stadt für die Saison 2026/2027 in der Regionalliga Nordost bildet den ordnungsrechtlichen Rahmen für die Durchführung der Heimspiele des FC Carl Zeiss Jena. Er sieht bei Spielbegegnungen mit erhöhtem (Sicherheits-)Risiko ausdrücklich auch die Möglichkeit von Zuschauerbegrenzungen entsprechend den Richtlinien des DFB zur Verbesserung der Sicherheit bei Fußballspielen als eine von verschiedenen Maßnahmen vor.
Im Gegensatz zur Einschätzung vom Mai dieses Jahres zum letzten Thüringenderby zwischen den beiden rivalisierenden Traditionsvereinen und den verfeindeten Fanszenen, in Abhängigkeit der damals vorliegenden sportlichen Ausgangslage, liegen der Genehmigungsbehörde der Stadt Jena, der Landespolizeiinspektion Jena, der Feuerwehr sowie der Bundespolizei, dem FC Carl Zeiss Jena und dem Stadionbetreiber derzeit keine Erkenntnisse vor, die eine solche Maßnahme zur Gefahrenabwehr nach sachgerechter Erwägung und pflichtgemäßem amtlichen Ermessen für das anstehende Derby als geboten erscheinen lassen.
Für den Heimbereich der Südkurve bleibt es bei der im Sicherheitskonzept und im Auflagenbescheid vorgesehenen Kapazität von 800 Plätzen. Ungeachtet der gegenüber dem Mai veränderten sportlichen Ausgangslage ist die Begegnung zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem FC Rot-Weiß Erfurt aufgrund der langjährigen Rivalität der beiden Vereine und ihrer verfeindeten Fanszenen weiterhin zweifelsfrei als Spielbegegnung mit erhöhtem Sicherheitsrisiko zu bewerten.
Der Auflagenbescheid der Stadt eröffnet ausdrücklich die Möglichkeit, flexibel im Rahmen einer gemeinsamen Gefahrenprognose aller Verantwortlichen für anstehende Spielbegegnungen einzelfallbezogene Maßnahmen zur Reduzierung von Sicherheitsrisiken zu treffen.
Die Ordnungs- und Genehmigungsbehörde sowie die Feuerwehr der Stadt Jena inklusive des Rettungsdienstes, die Polizei Thüringen, die Bundespolizei sowie der gewerbliche Sicherheitsdienstleister und natürlich der Verein selbst werden die Sicherheitslage bis zum Spieltag und selbstverständlich auch am Spieltag fortlaufend gemeinsam beobachten und bewerten und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen treffen oder anpassen, um die Sicherheit aller Zuschauer, der beruflich und sportlich Involvierten sowie natürlich der Jenaer Bevölkerung im Zusammenhang mit der Spielbegegnung so umfassend wie möglich gewährleisten zu können.
Darüber hinaus liegt der Stadt Jena derzeit keine Anmeldung einer Versammlung oder Demonstration der Erfurter Fans im Zusammenhang mit dem Thüringenderby vor. Gleiches gilt für die heimischen Fans des FC Carl Zeiss Jena.
In der am kommenden Montag durchzuführenden nächsten Sicherheitsberatung werden zwischen den Verantwortlichen weitere Details besprochen und der Ablauf des Spieltags aus sicherheitstechnischer Sicht grundlegend vorbereitet.



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