Einsatzübung der Freiwilligen Feuerwehren in Jena

Komplexe Einsatzlage in Jena-Maua

Löschzug Süd trainiert Menschenrettung unter Atemschutz

Bei einer unangekündigten Einsatzübung haben die Freiwilligen Feuerwehren Jena-Göschwitz, Jena-Lobeda und Jena-Leutra gemeinsam mit dem Sanitätszug des Deutschen Roten Kreuzes den Einsatz bei einem angenommenen Brand in einer Lkw-Werkstatt trainiert. Im Mittelpunkt standen die Menschenrettung unter Atemschutz, die Versorgung mehrerer Verletzter und die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

Am gestrigen Mittwoch, 5. August, führte die Freiwillige Feuerwehr Jena-Göschwitz auf dem Gelände der ABZ-Nutzfahrzeuge GmbH in Jena-Maua eine Einsatzübung des Löschzuges Süd durch. Die alarmierten Einheiten waren vorab nicht über Zeitpunkt und Szenario informiert und mussten die angenommene Lage unter möglichst realitätsnahen Bedingungen bewältigen.

Ziel der Übung war es, die Einsatzbereitschaft, die taktischen Arbeitsabläufe und den Ausbildungsstand der beteiligten Kräfte zu überprüfen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf der Orientierung und Menschenrettung in unbekannten und verrauchten Gebäudebereichen sowie auf dem sicheren Vorgehen unter Atemschutz.

Brand in einer Lkw-Werkstatt als Übungsszenario

Angenommen wurde ein Brand in einer Lkw-Werkstatt mit mehreren verletzten und vermissten Personen. Im Verlauf der Übung mussten die Einsatzkräfte eine durch das Brandereignis verletzte Person retten und eine weitere medizinisch zu versorgende Person im Umfeld der Einsatzstelle betreuen. Drei weitere Personen wiesen im Übungsszenario Anzeichen einer Kohlenmonoxidvergiftung auf.

Zusätzlich wurde innerhalb des Gebäudes ein Atemschutznotfall eingespielt. Die eingesetzten Trupps mussten daraufhin die vorgesehenen Rettungsmaßnahmen einleiten und den betroffenen Kameraden aus dem Gefahrenbereich bringen.

Feuerwehr und Rettungsdienst richteten außerdem gemeinsam eine Patientenablage ein. In diesem zentralen Bereich wurden die geretteten Personen gesammelt, medizinisch erstversorgt und für den weiteren Transport vorbereitet.

39 Einsatzkräfte beteiligt

An der Übung nahmen 28 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren Jena-Göschwitz, Jena-Lobeda und Jena-Leutra teil. Zum Einsatz kamen zwei Tanklöschfahrzeuge, ein Einsatzleitwagen, ein Löschgruppenfahrzeug, eine Drehleiter und ein Tragkraftspritzenfahrzeug Wasser.

Der Sanitätszug des Deutschen Roten Kreuzes stellte mit elf Einsatzkräften den Rettungsdienst im Übungsszenario dar. Dafür standen ein Notarzteinsatzfahrzeug und drei Rettungswagen zur Verfügung. Insgesamt mussten fünf Patientinnen und Patienten versorgt werden.

Neun Minuten nach der Alarmierung trafen die ersten Feuerwehrkräfte an der Einsatzstelle ein. Die zuerst gerettete Person wurde nach rund 30 Minuten an den Rettungsdienst übergeben. Nach etwa einer Stunde und 15 Minuten war die Einsatzübung beendet.

Zusammenarbeit und Kommunikation im Mittelpunkt

Neben der Menschenrettung unter Atemschutz wurden insbesondere das taktisch richtige Vorgehen in verrauchten Gebäudebereichen, die Verlegung und Führung von Schlauchleitungen sowie die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren trainiert. Weitere Schwerpunkte waren die Versorgung mehrerer Verletzter an einer gemeinsamen Patientenablage und die Kommunikation zwischen den verschiedenen Führungsebenen sowie an der Schnittstelle zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst.

Die gewonnenen Erkenntnisse werden im Anschluss gemeinsam ausgewertet. Sie dienen dazu, bewährte Abläufe weiter zu festigen und mögliche Verbesserungspotenziale für künftige Einsätze zu identifizieren.

Die Stadt Jena dankt der ABZ-Nutzfahrzeuge GmbH für die Bereitstellung des Übungsobjektes und die Unterstützung bei der Durchführung.

Bei einer unangekündigten Einsatzübung haben die Freiwilligen Feuerwehren Jena-Göschwitz, Jena-Lobeda und Jena-Leutra gemeinsam mit dem Sanitätszug des Deutschen Roten Kreuzes den Einsatz bei einem angenommenen Brand in einer Lkw-Werkstatt trainiert. (Foto: Stadt Jena)

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