Rückblick aufs Altenburger Spielefestival

Parade mit 1500 Teilnehmern, Tauziehen und rund 100 Spiel- und Mitmachangebote

Das war ein denkwürdiges langes Wochenende: Altenburg feierte drei Tage lang ein Spielefestival, wie es die Stadt noch nicht gesehen hat.

Für viele der Höhepunkt: Die große Parade mit 1500 Leuten, die am Sonntagvormittag vom Marktplatz zum Großen Teich zog. Das Konzept, wonach die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus der Stadtbevölkerung selbst kommen, ging auf: 38 Vereine und zwölf Schulen brachten sich auf phantasievolle Weise ein.

Begonnen hatte der bunte Trubel am Freitagnachmittag mit dem Festbieranstich durch Oberbürgermeister André Neumann. Dessen Prophezeiung, dass der Regen am Mittag des nächsten Tages aufhören wird, trat glücklicherweise ein. Und kaum hatten sich die Wolken im Laufe des Sonnabends verzogen, strömten Jung und Alt in Massen ins Stadtzentrum, vor allem zum Großen Teich.

Die Besucher hatten die schöne Qual der Wahl: Insgesamt gab es rund 100 Spiel- und Mitmachangebote, dazu viel Musik, Unterhaltung sowie Speis und Trank. Sehr gefragt waren beispielsweise Brettspielgarten, Klangkanal und „XXL Spiele“ – man spielte sich gewissermaßen vom Teich zur Bühne. Die künftige Spieleerlebniswelt war ebenfalls präsent: Es gab Führungen durchs Yosephinum, den Stand „Yosephinum on Tour“ und informative Diskussionsrunden über die Bedeutung des Spielens für die Entwicklung von Kindern und der Gesellschaft. Außerdem gehörten Aktionen zum Jubiläum „1050 Jahre Altenburg“ zum Programm, so beispielsweise ein großes Jubiläums-Skatturnier.

Integriert in die Feierlichkeiten war das traditionelle Inselzoofest. Wie zu erwarten strömten die Tierfreunde aus nah und fern in großer Zahl zu den Gehegen. So füllte sich auch die Spendenbox rasch, am Ende kamen 2432 Euro und 13 Cent zusammen – das Geld wird für die weitere Verschönerung des idyllisch gelegenen Tierparks eingesetzt.

Bei der Parade am Sonntag zeigten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einfallsreichtum. Zwei Beispiele: Die Delegation der Luther-Schule erinnerte in historischen Kostümen an den bedeutenden Reformator, während die Kinder der nach Christian Felix Weiße benannten Grundschule fröhlich in Bauerntrachten tanzten. Aber auch die bunte Vielfalt der Vereine fand großen Anklang.

Eine besonders weite Anreise hatten die Gäste aus den Partnerstädten Zlín (Tschechien), Olten (Schweiz) und Offenburg (Baden-Württemberg), die ebenfalls an der Parade teilnahmen.

Ein großes Dankeschön gebührt allen Helferinnen und Helfern, ohne die ein solches Mammut-Event nicht zu stemmen gewesen wäre. Das gilt insbesondere für die Altenburger Bürgerinnen und Bürger, die das Wochenende ehrenamtlich unterstützten, sowie für die Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehren, die nach dem lang anhaltenden Regen das Stadtfest retteten, weil sie das Festgelände buchstäblich trocken legten, indem sie Wasserschäden auf dem Festgelände effektiv beseitigten.

Die Freiwilligen Feuerwehren steuerten darüber hinaus noch etwas zum Unterhaltungsprogramm bei: Rund ein Dutzend Mannschaften aus der Stadt und der Region maßen ihre Kräfte beim Tauziehen. Sie nutzten dabei ihre Präsenz, um für Nachwuchs zu werben.

Wer sich bei den Brandschützern engagieren möchte, kann sich einfach per Mail bei der Feuerwehr melden: feuerwehr@stadt-altenburg.de.

Rund ein Dutzend Mannschaften aus der Stadt und der Region maßen ihre Kräfte beim Tauziehen. (Foto: Silvio Oeser)

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