Ringen: Zweite Greizer Mannschaft unterliegt RVE Lugau deutlich

RSV Rotation Greiz II – Ringerverein Eichenkranz Lugau 8:18

Von Erhard Schmelzer

Als aussagefähiges Kriterium hinsichtlich der Qualität eines Mannschaftskampfes beim Ringen kann dessen zeitliche Länge herangezogen werden. Und der Vergleich der beiden noch ungeschlagenen Mannschaften in der Oberliga Sachsen zwischen Gastgeber RSV Rotation Greiz II und dem Ringerverein Eichenkranz Lugau dauerte – ohne Pause – 95 Minuten. Damit kam der zeitliche Ablauf des anschließenden Bundesliga-Heimauftaktes etwas durcheinander. Am Ende hatten die Gäste aus dem Erzgebirge vor 328 Besuchern 18:8 gewonnen.

Ausschlaggebend war unter anderem ihr Einsatz von zwei starken ausländischen Ringern, ehemaligen Leistungssportlern, die zwar in der Bundesliga kaum siegreich wären, aber schon in der Regionalliga ihre Zeichen setzen könnten. Dazu kamen noch mehrere routinierte Spitzenringer, die ihren Leistungszenit zwar überschritten haben, aber kaum zu besiegen sind.

Mit nur vier Siegen für Greiz war kein Mannschaftserfolg möglich. Hassan Bersanukaev (57 kg/f) siegte nach einem abwechslungsreichen Vergleich 11:10 über Moritz Ose. Hier wären durchaus Schultersiege für beide Kontrahenten möglich gewesen. Lucas Gansi (130 kg/g) gab gegen den Tschechen Ondrej Dadak 4 Punkte ab, bei Sebastian Wendel (98 kg/f) waren es 9 im Kampf gegen den Polen Krystof Sadowik . Im Duell zweier Sportschüler unterlag Silas Warmuth (61 kg/g) dem ein Jahr jüngeren Rick Scheffler vorzeitig 0:15.

Den zweiten Sieg für Greiz holte Pascal Hessel (66 kg/f) mit einem 15:0 Erfolg gegen Johnny Fröber. Gunnar Frisch (86 kg/g) gab in der ersten Runde gegen Tony Peprny 9 Punkte ab, kam aber dann gegen einen stark abbauenden Gegner nur zur Resultatsverbesserung von 1:9.

Die nächste Chance auf einen Greizer Sieg war mit der Schulterniederlage von Joel Wrensch (71 kg/g), der bei seinem Spezialgriff von Erik Negwer gekontert wurde, dahin. Iunus Gaisuev (80 kg/f) bezwang mit starker Leistung Tim Hamann 14:7. Fabian Wächter (75 kg/f) besiegte Leon Blachut 3:1.

Trotz seiner Niederlage spielte Joey Wrensch (75 kg/g) eine gute Rolle. Gegen den 35-jährigen ehemaligen Meisterringer Marco Scherf hielt er gewichtsmäßig im Nachteil auch in dieser Stilart mit. Im Bestreben einen Zwei- Punkte-Rückstand noch auszugleichen, wurde er Sekunden vor Schluss gekontert und unterlag 4:8. Hervorragender Kampfgeist.

Joel Wrensch – Erik Negwer SN (Foto: Rainer Marsch)

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